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SVP-Haudegen kehrt in den
Krienser Einwohnerrat zurück – nicht alle Parteikollegen freuen sich darüber

Der 2016 abgewählte Peter Portmann (68) rückt für Alfons Graf in den Krienser Einwohnerrat nach. Einigen SVP-Exponenten wäre eine jüngere Person jedoch lieber gewesen.
Stefan Dähler
Peter Portmann. (Bild: PD)

Peter Portmann. (Bild: PD)

Wenn der Krienser Einwohnerrat am 5. September erstmals nach der Sommerpause wieder tagt, wird einer fehlen: Alfons Graf (66) ist während der Ferien zurückgetreten. Der SVP-Mann war während neun Jahren Mitglied des Krienser Parlaments.

Für Graf rückt ein alter Bekannter nach: der 2016 abgewählte Peter Portmann (68). Martin Heiz, der eigentlich bei der SVP den Ersatzplatz belegt, verzichtet. Portmann war von 2002 bis 2016 mit einem kurzen Unterbruch Präsident der Krienser SVP, im Amtsjahr 2014/2015 präsidierte er ausserdem den Einwohnerrat. Nach seiner Abwahl war er weiterhin als Wahlkampfleiter der Krienser SVP aktiv. Portmann fiel im Rat mit markigen, provokativen Voten auf. Seine Rückkehr dürfte daher bei den anderen Parteien nicht nur Freude auslösen.

Doch auch in der SVP selbst hätten es einige gerne gesehen, dass neben Heiz auch Portmann auf das Einwohnerratsamt verzichtet. So etwa sein Vorgänger Alfons Graf:

«Meine Idee war, dass ein Jüngerer nachrücken und dann bei den Wahlen 2020 mit dem Bisherigen-Bonus antreten kann.»

Persönlich habe er nichts gegen Portmann, so Graf. «Doch das ist nicht gut für die SVP. Die Leute denken, wir hätten sonst niemanden mehr. Es ist schade, dass man die Jungen zurückbindet.»

Der nächste auf der Liste wäre Marco Frauenknecht (32) gewesen. Ein «junger, motivierter Mann», so Graf. Frauenknecht ist seit kurzem auch Wahlkampfleiter sowie Vizepräsident der SVP Kanton Luzern. Ähnlich klingt es bei Hans Fluder, Präsident der Krienser SVP. «Es wäre schön gewesen, wenn wir Marco Frauenknecht hätten aufbauen können. Doch das ist ein persönlicher Entscheid von Peter Portmann, den gilt es zu respektieren.» Frauenknecht selbst wäre zwar gerne in den Einwohnerrat nachgerückt. Er habe aber auch Verständnis für den Entscheid Portmanns, wie er auf Anfrage sagt. «Er hat 2016 mehr Stimmen erhalten als ich. Wenn er sich bereit fühlt für das Amt, hat er das Recht, es anzutreten.» Frauenknecht selbst will 2020 nochmals kandidieren.

Portmann hat noch Lust auf Politik

Portmann selbst sagt dazu: «Für mich war klar, dass ich die Chance beim Schopf packen will.» Er habe nach wie vor Lust, im Einwohnerrat zu politisieren. Dort will er sich dafür einsetzen, dass die Ausgabenkompetenz des Stadtrats beschränkt wird. Ausserdem soll er die SVP in der Parlamentarischen Untersuchungskommission zu den Kostenüberschreitungen beim Zentrumsprojekt und Kleinfeld vertreten.

Besteht nicht die Gefahr, dass die Krienser SVP als Altherrenverein wahrgenommen wird? Schliesslich haben auch Fraktionschef Räto Camenisch oder Präsident Hans Fluder bereits das Pensionsalter erreicht.

«Das Alter spielt keine grosse Rolle, sondern, dass man so politisiert, wie man es von der SVP erwartet»

, sagt Portmann. «Ausserdem wird es in den nächsten Jahren ohnehin zu Änderungen kommen.» Bei den Wahlen 2020 werde man mehrere Junge auf die Liste nehmen. Portmann selbst will aber auch dann nochmals antreten. Und wenn er wieder abgewählt wird? «Klar, dieses Risiko besteht, damit muss jeder Parlamentarier leben können, sonst sollte er gar nicht erst kandidieren.»

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