SVP-Präsident muss nachsitzen

Kein einziges SVP-Mitglied will die Nachfolge von Präsident Josef Kunz antreten – die Meldefrist ist ergebnislos abgelaufen. Jetzt macht sich Kunz selber auf die Suche.

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Josef Kunz will nun selber einen Nachfolger finden. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Josef Kunz will nun selber einen Nachfolger finden. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

«Jeder ist ersetzbar.» Der dies sagt, heisst Josef Kunz – und exakt für ihn scheint diese Aussage nicht zu gelten: Der bald 67-jährige Landwirt aus Grosswangen ist noch immer Präsident der SVP des Kantons Luzern – seit fast drei Jahren, zum zweiten Mal nach 2005 und obwohl Kunz dieses Amt doch so gerne weitergeben möchte. Zwischen 2001 und 2009 sprang der Sammler von Oldtimer-Traktoren auch noch zwei Mal als Vizepräsident seiner Partei ein.

Viel Arbeit, kein Lohn

Jetzt, da sich innerhalb der von der Parteileitung gesetzten Frist kein einziges Parteimitglied für die Nachfolge von Kunz interessiert hat, muss der erste SVP-Nationalrat des Kantons Luzern sein Amt wohl noch eine Weile länger als geplant ausüben. Er habe dies zwar nicht vor, sagt Kunz. «Doch wenn alle Dämme brechen, stehe ich zur Verfügung. Ich habe meine Partei noch nie sitzen gelassen.» Warum sich niemand aus dem mittlerweile grossen Kreis von SVP-Politikern für das höchste Parteiamt interessiert, kann sich Kunz nur so erklären: «Die Leute haben offenbar Respekt vor dieser Aufgabe. Man muss ja auch viel einstecken können.» Auch Kunz selber will bei der Suche nach seinem Nachfolger in die Hosen steigen, wie er sagt. «Ich habe eine jüngere Person im Auge. Sie hat bis jetzt zumindest nicht Nein gesagt.»

Lukas Nussbaumer

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