SVP: Ruswiler wills mit Estermann aufnehmen

Am nächsten Donnerstag wählt die SVP Kanton Luzern einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin. Bisher war die von der Parteileitung vorgeschlagene Yvette Estermann aus Kriens die einzige Kandidatin.

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Er will Präsident der SVP des Kanons Luzern werden: Urs Meyer. (Bild pd)

Er will Präsident der SVP des Kanons Luzern werden: Urs Meyer. (Bild pd)

Doch nun wird auch ein wenig bekannter Lokalpolitiker portiert: der Ruswiler Ortsparteipräsident Urs Meyer.

SVP Amt Sursee für Meyer
Hinter der Kandidatur Meyers steht die SVP Amt Sursee, wie deren Präsident Guido Luternauer eine Meldung der «Surseer Woche» bestätigt. «Die Kandidatur ist nicht gegen Yvette Estermann gerichtet», beeilt sich Luternauer zu versichern. Man wolle den Delegierten einfach eine Auswahl bieten.

Es ist eine Auswahl aus einem ungleichen Paar. Hier Estermann, die einen politischen Blitzstart hingelegt hat. Die 2005 aus der Unbekanntheit in den Kantonsrat nachrutschte und zwei Jahre später auf Anhieb die Wahl in den Nationalrat schaffte. Und die seither immer wieder nationale Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dort Meyer, dessen Bekanntheitsgrad kaum über seinen Wohnort hinausreicht. Dessen politische Tätigkeit sich neben parteiinterner Organisationsarbeit auf das Ortsparteipräsidium und die Mitgliedschaft in der Bürgerrechtskommission beschränkt, in die er Anfang Januar im zweiten Wahlgang gewählt worden war.

«Ich wäre voll motiviert»
Guido Luternauer sieht Meyers fehlende kantonspolitische Erfahrung nicht als Nachteil: «Auch die CVP hat mit Martin Schwegler einen Präsidenten, der nicht im Kantonsrat ist.» Trotzdem: Urs Meyer dürfte es schwer haben. Der 48-Jährige ist zwar in Adligenswil aufgewachsen, ist aber erst vor vier Jahren aus dem Aargau in den Kanton Luzern zurückgezogen. Er setzt auf sein Engagement: «Ich wäre voll motiviert.» Ganz locker nimmt Nationalrätin Estermann die neue Konkurrenz: «Das ist direkte Demokratie. Dieser stelle ich mich mit Freude.»

Beat Vogt

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.