SVP STADT LUZERN: René Kuhn gibt seinen Rücktritt bekannt

Nun ist eingetroffen, was viele gefordert haben: Der Luzerner SVP-Präsident René Kuhn tritt per sofort zurück. Und: Er entschuldigt sich für seine verbalen Entgleisungen.

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René Kuhn. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

René Kuhn. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Bereits nach den Wahlen vom 14. Juni 2009 habe er die Parteileitung der SVP Stadt Luzern informiert, dass er als Präsident die Verantwortung für das schlechte Abschneiden der SVP Stadt Luzern übernehmen werde und sich somit aus der Politik zurückziehe, wie René Kuhn in einer Medienmitteilung schreibt. Sein Rückzug sei auf den Herbst dieses Jahres geplant.

Er gebe nun verfrüht den Rücktritt von seinen politischen Ämtern bekannt, «da ich nicht länger diese Medienschlacht mitmachen will, der SVP nicht Schaden zufügen und auch meine Familie mit in den Schmutz ziehen will».

An- und Entschuldigung
Nach wie vor glaubt Kuhn mit seinem Eintrag der «Sprecher einer grossen schweigenden Gemeinschaft» zu sein. Leider seien von den Journalisten «wieder» viel Unwahres hinzugedichtet worden. «Für alle, welche sich über meine Äusserungen aufgeregt bzw. beleidigt fühlen, entschuldige ich mich dafür. Es war nicht meine Absicht», schliesst Kuhn sein Schreiben.

Laut dem SVP-Nationalrat und Präsidenten der Luzerner Kantonalpartei, Josef Kunz, hat Kuhn mit seinem Rückzug einen «sehr grossen Schritt» getan. Trotzdem werde die Parteileitung an ihrer Sitzung vom 20. August wohl noch ein paar Worte darüber verlieren. Gemäss Roland Habermacher, Vizepräsident der SVP Stadt Luzern, müsse nun man eine Übergangslösung suchen, bis die Neuorganisation vollzogen sei.

E-Mails abgefangen?
Dem ehemaligen Luzerner SVP-Präsident könnte weiteres Ungemach drohen: Er steht im Verdacht, den privaten E-Mail-Verkehr des Luzerner SP-Kantonsrats Lathan Suntharalingam ausspioniert und persönliche Dokumente auf seiner eigenen Website publiziert zu haben, wie der «Tages Anzeiger» meldet. Suntharalingam hat Strafanzeige eingereicht.

scd/ap