Die SVP verteidigt in Ballwil ihren Sitz

In Ballwil setzte sich bei den Gemeinderatswahlen Joe Schnider (SVP) vor dem Parteilosen Andreas Böhm durch.

Fabienne Mühlemann
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Im ersten Wahlgang traten in Ballwil zu wenig Kandidaten an, um alle Sitze zu besetzen. Nun kam es im zweiten Wahlgang aber gar zu einer Kampfwahl zwischen Andreas Böhm und Joe Schnider.

Letzterer entschied am Sonntag das Rennen für sich: Mit 454 Stimmen konnte er den Sitz der abtretenden Parteikollegin und Gemeinderätin Gabriela Käch verteidigen. Andreas Böhm sicherte sich 379 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 44 Prozent.

Gemeinderat Ballwil: Zweiter Wahlgang

gewählt
Josef Schnider
Josef Schnider
SVP
454
Verfügbare Sitze: 1
Andreas Böhm
Andreas Böhm
parteilos
379

«Den Dialog mit der Bevölkerung suchen»

Joe Schnider

Joe Schnider

Bild: PD

Über die Wahl in die Exekutive freut sich Joe Schnider sehr. «Ich habe schon eher mit der Wahl gerechnet. Nun bin ich froh, dass das Resultat relativ deutlich ausgefallen ist», sagt der 46-Jährige, welcher den Erfolg mit seiner Familie und Parteikollegen auf seinem Hof feierte. Einen Grund für die Wahl sieht er in seiner Verankerung in Ballwil. «Ich bin hier aufgewachsen, in verschiedenen Kommissionen und Vereinen tätig», sagt der ehemalige Kantonsrat. Ausserdem polarisiere er nicht stark, weshalb er für viele wählbar sei.

Da es viel abzuklären gab, entschied sich Schnider erst im April für eine Kandidatur. Nun ist er froh, dass die SVP ihren Sitz im Gemeinderat halten konnte. «Es ist wichtig, dass die grösste Wählergruppe in der Exekutive vertreten ist.» Dort wird er das Ressort Soziales übernehmen. Wichtig sei ihm, den Dialog mit der Bevölkerung zu halten.

«Gegen die SVP zu kandidieren, ist nicht einfach»

Der Parteilose Andreas Böhm ist nach der Bekanntgabe des Resultats zwar enttäuscht. «Aber ich war überrascht über das grosse Vertrauen, welches mir von der Bevölkerung entgegengebracht wurde», sagt der 32-jährige ausgebildete Fachmann Operationstechnik HF.

Andreas Böhm

Andreas Böhm

Bild: PD

Er habe es toll gefunden, dass die Bevölkerung eine Wahl hatte. «Schlussendlich hat mir als Parteiloser wohl einfach die Unterstützung einer Partei gefehlt», erklärt er sich die Niederlage. «Gegen die SVP zu kandidieren, ist sicher nicht einfach. Aber es war für mich eine gute Erfahrung.» Ob er politisch aktiv bleibe und in vier Jahren nochmals antrete, sei noch nicht klar. «Das hängt von den Projekten ab, die dann anstehen.»

In Ballwil stand noch die Abstimmung zum Jahresbericht 2019 und die Abrechnung des Sonderkredits für die Verbesserung der Schulinfrastruktur in den Schulhäusern 1954 und 1968 an. Beide Vorlagen wurden deutlich angenommen.

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