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SVP-Wahlkampfleiter Winiger tritt drei Monate vor den Wahlen zurück

Fredy Winiger gibt wegen seiner zusätzlichen Belastung im Hohenrainer Gemeinderat die Wahlkampfleitung an Marco Frauenknecht ab. Der 31-jährige Nachfolger aus Kriens will die Partei an den nationalen Wahlen vom 20. Oktober zum Erfolg führen.
Chiara Stäheli
Der 59-jährige Fredy Winiger gibt sein Amt als Wahlkampfleiter der SVP des Kantons Luzern ab. (Bild: PD)

Der 59-jährige Fredy Winiger gibt sein Amt als Wahlkampfleiter der SVP des Kantons Luzern ab. (Bild: PD)

«Ich musste mich entlasten», sagt der Hohenrainer Gemeinderat Fredy Winiger zu seinem Rücktritt als Wahlkampfleiter der SVP des Kantons Luzern. Dieser erfolgt nur drei Monate vor den nationalen Wahlen vom 20. Oktober.

Es seien mehrere Faktoren, die zum Entscheid geführt hätten, gibt Winiger auf Nachfrage bekannt: «Einerseits stehen in meinem Amt als Gemeinderat etliche, sehr intensive Projekte an. Andererseits ist aktuell die Funktion als Vize-Gemeindepräsident mit Mehraufwand verbunden.» Winiger spricht die Ausnahmesituation im Gemeinderat Hohenrain an: Weil im Juni publik wurde, dass Gemeindepräsident Herbert Schmid Gelder veruntreut hat, übernehmen die restlichen Gemeinderatsmitglieder seither dessen Repräsentationsaufgaben.

Wie lange dieser Zustand noch andauert, kann Winiger nicht sagen: «Wir klären im Gemeinderat ab, wie es weitergeht. Solange kein Entscheid getroffen wurde, nehme ich meine Funktion als Stellvertreter des Gemeindepräsidenten bei öffentlichen Auftritten wahr.» Ob Herbert Schmid schon bald seinen Rücktritt bekannt gibt, bleibe insbesondere aufgrund der Kehrtwende von Schmids Partei – der CVP – unklar. «Die Tatsache, dass die CVP Schmid nun doch den Rücken stärkt, ändert aber die Ausgangslage für den Gemeinderat nicht», hält Winiger fest.

Junger Krienser 
rückt nach

Für Parteipräsidentin Angela Lüthold ist der Zeitpunkt des Wechsels zwar ungünstig. Man könne eine solche Situation aber nicht beeinflussen. Sie sagt: «Da die meisten Ideen für den Wahlkampf bereits definiert sind, geht es nun nur noch um die Umsetzung.» Mit Marco Frauenknecht habe die SVP des Kantons Luzern einen erfahrenen Nachfolger gefunden, der dieser Aufgabe gewachsen sei. Er habe bereits im Wahlkampf vor den kantonalen Wahlen grosse Arbeit geleistet.

Der neue Wahlkampfleiter Marco Frauenknecht ist 31-jährig und wohnt in Kriens. (Bild: PD)

Der neue Wahlkampfleiter Marco Frauenknecht ist 31-jährig und wohnt in Kriens. (Bild: PD)

Marco Frauenknecht arbeitet als Teamleiter Verkehrsmassnahmen beim Kanton Luzern und war zuvor zehn Jahre für die Schweizer Armee tätig. Der 31-Jährige Vize-Präsident der kantonalen SVP wohnt in Kriens. Dass ihm seine städtische Herkunft die Mobilisierung der besonders in ländlichen Gegenden stark vertretenen SVP-Wählerschaft erschweren könnte, bezweifelt er: «Egal, ob ein Wähler aus der Stadt oder vom Land kommt – er ist und bleibt ein Wähler, dem ich zuhören werde.» Es sei sein Ziel als Wahlkampfleiter, die Bedürfnisse der Wähler aus dem ganzen Kanton zu erkennen und entsprechend auf diese einzugehen.

Frauenknecht hatte bisher noch kein Mandat als Gemeinde- oder Kantonsrat inne. Eine Schwäche? «Nein», sagt er. «Um einen Wahlkampf zu führen, ist es nicht wichtig, ein gekröntes Haupt zu haben. Viel eher zählen organisatorisches Geschick und Führungserfahrung zu den Voraussetzungen für dieses Amt.» Mit eben diesen Fähigkeiten will er seine Partei bei den National- und Ständeratswahlen vom 20. Oktober zum Erfolg führen. Erfolg bedeutet für Lüthold, alle Nationalratssitze verteidigen zu können und einen Ständeratssitz dazuzugewinnen.

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