SVP zieht sich in Wolhusen aus dem Kampf ums Präsidium zurück

Ueli Lustenberger kandidiert im zweiten Wahlgang nicht mehr fürs Gemeindepräsidium, sondern «nur» noch als Gemeinderat. Dafür zieht sich Parteikollegin Susanne Egli-Käslin zurück.

Niels Jost
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Ueli Lustenberger will als Gemeinderat wiedergewählt werden.

Ueli Lustenberger will als Gemeinderat wiedergewählt werden.

Bild: PD/Luzerner Zeitung

Aufgrund des «sehr guten» Wahlresultats des parteilosen Bruno Duss nimmt sich SVP-Kandidat Ueli Lustenberger aus dem Rennen für das Gemeindepräsidium in Wolhusen. Duss holte im ersten Wahlgang 720 Stimmen, Lustenberger 471 und der dritte Kandidat, Alfred Bigler von der FDP, 339.

Statt fürs Gemeindepräsidium stellt sich Lustenberger zur Wiederwahl als Gemeinderat. In diesem Gremium amtet er nun seit acht Jahren. Dafür verzichtet seine Parteikollegin Susanne Egli-Käslin auf eine Kandidatur für das Gemeinderatsamt im zweiten Wahlgang. Egli war als neue Kandidatin in den Wahlkampf gestiegen und verpasste das absolute Mehr mit 718 Stimmen nur knapp.

Erfahrung von Lustenberger soll nicht verloren gehen

«Für mich sind die Erfahrung von Ueli Lustenberger und die Kontinuität zu wichtig für die Gemeinde und die Bürger und Bürgerinnen von Wolhusen», lässt sich Egli in einer Mitteilung zu ihren Beweggründen zitieren. Lustenberger seinerseits begründet seinen Entschluss auch mit den aktuell besonderen Umstände der Corona-Krise. Mit dem Verzicht aufs Präsidium mache die SVP einen ersten Schritt in jene Richtung, «die uns vernünftig erscheint».

Alfred Bigler von der FDP.

Alfred Bigler von der FDP.

Bild: Pius Amrein

Noch unklar ist, ob Fredi Bigler im zweiten Wahlgang erneut antritt. Der FDP-Kandidat und Sohn des amtierenden Gemeindepräsidenten Peter Bigler machte aus seiner Enttäuschung über sein Resultat im ersten Wahlkampf keinen Hehl. Zum weiteren Vorgehen der FDP sagt Ortsparteipräsident Hanspeter Streit auf Anfrage: «Das wissen wir aktuell noch nicht.» Man wolle dies nun in Ruhe abklären.

Würde Fredi Bigler verzichten, dann wäre Bruno Duss wohl in stiller Wahl gewählt. Denn der Parteilose kandidiert «auf jeden Fall» nochmals für den zweiten Wahlgang. Wann der zweite Wahlgang stattfindet, ist noch unklar.