Interview
«Switzerland’s next Topmodel»: Holt Luzernerin Gabriela den Titel?

20 Models – oder solche, die es eben werden möchten – buhlten seit Mitte Oktober um die Gunst der Jury. Um den Sieg kämpft nun auch eine Zentralschweizerin.

David von Moos
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Wer eine Runde weiter darf und wer die Koffer packen muss, haben bisher die beiden Jurorinnen Manuela Frey und Zoë Pastelle entschieden. Bis in die Schlussphase geschafft haben es lediglich vier Kandidatinnen und Kandidaten, darunter auch Gabriela aus Luzern. Wir haben mit ihr gesprochen.

Sie haben sich Seite an Seite mit ihrer besten Freundin durch die Sendung geschlagen. Nun ist Ihre Busenfreundin und Mitstreiterin Stella rausgeflogen. Wie fühlt sich das an?

Gabriela Acquaviva Gisler: Es war ein Schock. Zwar waren wir uns immer bewusst, dass nur jemand von uns einen Schritt weiterkommt. Trotzdem war es schwierig, weil wir uns immer gegenseitig unterstützt und gepusht und auch sehr aneinander geglaubt haben. Ich meine, wir sind nicht nur beste Freundinnen, sie ist vielmehr wie eine Schwester für mich. Jetzt gewinne ich diese Show halt für uns beide!

Wie wollen Sie sich gegen Ihre verbliebenen Mitstreiterinnen und Mitstreiter durchsetzen?

So wie ich bin und wie ich mich auch immer gezeigt habe. Mit meiner positiven, offenen und etwas «crazy» Art. Damit kann und will ich punkten und der Jury zeigen: «Hey, mit mir habt ihr den richtigen Treffer!»

Falls Sie das Casting gewinnen würden, was erhoffen Sie sich davon?

Ich erhoffe mir natürlich, dass mir dadurch ein paar Türen aufgehen. Und auch, dass ich etwas zur Anerkennung von Models beitragen kann. Als Model ist man vielmehr als ein hübsches Gesicht und eine Projektionsfläche für andere. Ich würde gerne andere inspirieren. Und den Leuten zeigen, dass man so, wie man ist, etwas erreichen kann, wenn man wirklich will.

Sie will es wissen: Gabriela aus Luzern möchte gerne «Switzerland’s next Topmodel» werden. (Bild: Facebookseite der Kandidatin)

Sie will es wissen: Gabriela aus Luzern möchte gerne «Switzerland’s next Topmodel» werden. (Bild: Facebookseite der Kandidatin)

In Kürze: Was ist Ihnen lieber?

Minirock oder Deux-Piece? Deux-Piece.
Techno oder Klassik? Techno.
Wein oder Bier? Wein.
Fasnacht oder Weihnachten? Weihnachten.
V8- oder Elektroantrieb? V8.
Luzern oder Zürich? (Nach kurzem Zögern) Luzern.

Sind Sie selber von Ihrem Look überzeugt?

Absolut. Ich liebe ihn. Er passt zu mir. Dahinter steckt auch einiges. Ich habe viel Zeit in die Suche nach meinem Look investiert. Umso glücklicher bin ich jetzt, sagen zu können: «Ich bin bei mir selber angekommen.»

Welches ist ihr Lieblings-Weihnachtsmarkt in Luzern?

Da bin ich mir nicht so sicher. In den vergangenen paar Jahren war ich in dieser Zeit viel im Ausland unterwegs und konnte Weihnachten leider nicht zuhause feiern. Ich liebe die Weihnachtszeit. Etwa das Guetzli-Backen mit meinen Halbgeschwistern. Und ganz allgemein fühle ich mich im Winter sehr wohl. Das ist voll meine Jahreszeit!

Wie reagieren die Leute, wenn sie Sie auf der Strasse wiedererkennen?

Vor allem jüngere Leute kommen sehr oft auf mich zu. Viele sind total überwältigt, dass die Frau aus dem Fernsehen plötzlich vor ihnen steht. Einige haben sogar geweint. Für mich ist das zwar alles noch etwas neu. Ich finde das aber alles mega härzig. Und ich nehme das alles total gelassen. Ich freue mich sogar noch mehr, aus dem Haus zu gehen – und es ist mir auch absolut egal, ob ich dann geschminkt bin oder nicht. Ich bin stolz auf das, was ich mache.

Wo trifft man Sie in Ihrer Freizeit an?

In allen möglichen Kaffees. Ich gehe leidenschaftlich gern «käfele» mit meinen Freundinnen.

Finden Sie sich hübsch?

Ja, ich finde mich hübsch. Sonst würde ich kein Model sein wollen. Aber hey, Schönheit zu definieren ist extrem schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Schönheit ist subjektiv. Jeder Mensch ist auf seine Art schön. Früher war ich nicht zufrieden mit mir, heute bin ich es. Ich war verunsichert, als die Leute mich schräg angeschaut haben wegen meinen grossen Hasenzähnen und meinem Look. Heute bin ich stolz darauf.

Sind Sie glücklich?

Absolut. Ich war noch nie so glücklich wie jetzt.

Die 23-Jährige tritt in der letzten Folge der Casting-Show gegen die verbliebenen Mitstreiterinnen und Mitstreiter an:

  • Luca M. (17) aus Arth-Goldau/Oberwenigen
  • Thomas (21) aus Thayngen
  • Nayla Joy (21) aus Aesch ZH

In der vorhergehenden Folge stieg der Druck, die Aufgaben wurden schwieriger. Gastjurorin Tamy Glauser etwa verlangte einen Rollentausch: Jungs und Mädels sollen die Gender-Seiten tauschen und ihre androgynen Stärken hervorheben. Etwas, das Gabriela offenbar keine Sorgen bereitete: «Ich finde es mega, als Mann zu laufen und mag den Look – ich fühle mich manchmal sogar ein bisschen ‹boyisch›!»

Nun geht es in die Finalrunde der Fernsehshow. Die Entscheidung fällt unter anderem an der Fashion Week in Berlin: Unter den aufmerksamen Augen von Designer und Gastjuror Marcel Ostertag und der Jury gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht ablenken zu lassen.

Hinweis: «Switzerland´s next Topmodel» – Folge 6, am 22. November um 20:15 Uhr auf ProSieben Schweiz.