Täglich gibt es illegale Pokerturniere

Vor einem halben Jahr wurden Pokerspiele ausserhalb von Casinos verboten. Jetzt boomen die illegalen Angebote.

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Pokern in schwarzen Kellern. (Bild: Jals)

Pokern in schwarzen Kellern. (Bild: Jals)

Das Pokerverbot, seit letztem Mai in Kraft, zeigt Wirkung - allerdings anders als erhofft. Laut Insidern finden alleine im Kanton Luzern bis zu zehn illegale Pokerturnier pro Woche statt, in der ganzen Zentralschweiz seien es bis zu 40. «Ich kenne Orte, wo jeden Abend ein Turnier gespielt wird», sagt P. S.*, der bis zur Gesetzesänderung in der Zentralschweiz regelmässig und legal Pokerturniere organisiert hatte. «Teils wird in Bars ein Hinterzimmer fürs Pokern reserviert. Geld kommt offiziell keines auf den Tisch, falls die Polizei auftauchen würde.» Ein Veranstalter habe einen Lagerraum gemietet und diesen mit Teppich und Spieltischen ausgestattet. Die Turnierdaten würden unter den Spielern jeweils per SMS oder E-Mail bekannt gegeben.
Ganz legal werden weiterhin sogenannte Freeroll-Turniere angeboten, bei denen offiziell kein Geldeinsatz verlangt wird. P. S.: «Freeroll ist zum Codewort geworden. Insider wissen je nach Bezeichnung genau, um welchen Betrag gespielt wird. Die Bezahlung erfolgt im Geheimen.» Nur wenige Anbieter, wie der Swiss Poker Table, würden tatsächlich nur Sachpreise vergeben.

Barbara Inglin

* Name der Redaktion bekannt

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.