TÄTIGKEITSBERICHT 2007: Die Feuerwehr war über 800 Mal im Einsatz

Die Feuerwehr der Stadt Luzern hatte im vergangenen Jahr 835 Einsätze zu bewältigen. Das sind 61 mehr als im Vorjahr. Es konnten dabei insgesamt 21 Menschen und sieben Tiere gerettet werden.

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Die Feuerwehr Luzern leistete den Zugern Nachbarhilfe beim Brand des Swisspor-Gebäudes im Mai 2007. (Bild pd)

Die Feuerwehr Luzern leistete den Zugern Nachbarhilfe beim Brand des Swisspor-Gebäudes im Mai 2007. (Bild pd)

Mit 520 (Vorjahr: 453) alarmmässigen Einsätzen sei das Jahr 2007 ein durchschnittliches Jahr gewesen, heisst es im am Freitag veröffentlichten, 45-seitigen Tätigkeitsbericht. Die zusätzlich 315 geplanten Dienstleistungen, also Einsätze ohne Alarmierung, sei auf hohem Wert im Rahmen des Vorjahres geblieben, was hohe Anforderungen an den Milizdienst stelle: Die Zahl der Einsatzstunden stieg um 933 auf 8420. Von den insgesamt 835 Einsätzen entfielen 87 auf Brandbekämpfung, 56 auf technische Hilfeleistungen (z.B. Mensch- oder Tierrettung) und 44 auf Elementarereignisse. Von den 520 Alarmen stellten sich mehr als die Hälfte (275) als Fehlalarme heraus.

In vielen Fällen habe das rasche Eingreifen des Polizeilöschpiketts und der Pikettgruppe ein grösseres Aufgebot und ein weiteres Entwickeln des kleinen Brandes zum Mittel- oder Grossbrand verhindert.

Sechs Personen während Einsätzen verstorben
Es wurden zwei Personen und ein Hund bei Bränden gerettet. Drei Personen wurden bei technischen Einsätzen der Feuerwehr (Strassenrettung, usw.) in Sicherheit gebracht. Bei den 22 Einsätzen mit der Autodrehleiter im Auftrag des Rettungsdienstes 144 konnten zudem 16 Personen gerettet werden. Sechs Personen starben während oder kurz nach dem Einsatz. Im September stürzte zudem ein Feuerwehrmann von einer Leiter – er hatte Glück im Unglück.

Zu den aussergewöhnlichen Einsätzen im vergangenen Jahr zählten etwa der Bombenalarm mitten in der Stadt Luzern Ende Januar sowie im April ein umgekippter Laster im Reussporttunnel, die Nachbarschaftshilfe beim Swisspor-Brand im zugerischen Steinhausen und der Dachstockbrand an der Murbacherstrasse. Nicht zu vergessen der Einsatz beim Unwetter im August und der Ölwehreinsatz Ende Oktober während des Lucerne Marathon. Auch Tiere konnten gerettet werden: So ist etwa im Juli ein seltener Falke, der in ein an einem der Kirchtürme der Jesuitenkirche angebrachtes Vogelnetz geraten war, mit einer Autodrehleiter befreit worden.

scd