TANZVERBOT: Zu Weihnachten einen Rock'n'Roll

Vier junge Parlamentarierinnen von Grün bis SVP treten gemeinsam gegen ein Gesetz an: das Tanzverbot an höheren Feiertagen.

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Drei Kantonsrätinnen wollen das Tanzverbot an Feiertagen abschaffen: Katharina Meile (Junge Grüne), Irene Muff (CVP) und Nadia Britschgi (SVP). (Bild Pius Amrein/ Neue LZ)

Drei Kantonsrätinnen wollen das Tanzverbot an Feiertagen abschaffen: Katharina Meile (Junge Grüne), Irene Muff (CVP) und Nadia Britschgi (SVP). (Bild Pius Amrein/ Neue LZ)

«Ich verstehe das Bedürfnis nach Ruhe an einem Feiertag. Aber es kann nicht sein, dass der Kanton das Freizeitverhalten von Privaten reglementiert.» Das sagt Katharina Meile von den Grünen, welche die Motion angerissen hat. Man soll die Feiertage so verbringen können, dass es für einen selber stimme. Meile: «Allerdings darf man dabei jene Menschen, die Ruhe wollen, nicht stören.» Sie selber hat die Anregung von ihren Kollegen aufgenommen. «Sie möchten auch an Feiertagen in Luzern tanzen können und nicht auf andere Kantone ausweichen müssen.» 

Abschaffung zweimal abgelehnt
In den vergangenen Jahren hat sich der Luzerner Kantonsrat zweimal zum Tanzverbot geäussert und sich beide Male für die Beibehaltung ausgesprochen: 1997 bei der Behandlung des Gastgewerbegesetzes und 2000 bei der Behandlung eines Vorstosses des damaligen FDP-Kantonsrates Damian Meier. Seine Forderung, das Tanzverbot aufzuheben, wurde im Parlament mit 53 zu 46 Stimmen abgelehnt.

Guido Felder 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».