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TAPETENWECHSEL: Adligenswiler Pilot landet mit Jet auf US-Flugzeugträger

Andreas Kuhn (37) ist während dreier Jahre in den USA stationiert. Dort macht er Manöver, die in der Schweiz gar nicht möglich wären.
Gabriela Jordan und Stefan Dähler
Andreas Kuhn vor einer F/A-18 Hornet – dem Flugzeugtyp, den er auch in der Schweiz fliegt. (Bild: Michael Weinmann/SRF (März 2017))

Andreas Kuhn vor einer F/A-18 Hornet – dem Flugzeugtyp, den er auch in der Schweiz fliegt. (Bild: Michael Weinmann/SRF (März 2017))

Es ist für einen Schweizer eine äusserst ungewöhnliche Erfahrung: Bei Virginia Beach an der amerikanischen Ostküste flog der Adligenswiler Militärpilot Andreas Kuhn (37) einen Start und eine Landung auf dem Flugzeugträger «USS Dwight D. Eisenhower». Ein Manöver, das man in der Schweiz nicht trainieren kann.

«Die Abläufe bei einer Landung auf dem Träger sind deutlich anders als bei einer Landung auf einer normalen Piste», sagt Kuhn. Kommt hinzu, dass sich das Schiff bewegt. Die Landung auf einem Flugzeugträger sei daher «recht risikobehaftet», und dementsprechend gebe es immer wieder Unfälle. Darum hat sich Andreas Kuhn sechs Wochen lang im Simulator und mit Hilfe einer nachgebildeten Flugzeugträger-Landefläche an Land vorbereitet. Vor dem Flug sei er nicht nervös, aber «angespannt» gewesen. Letztlich sei dieser dann im März dieses Jahres ohne Zwischenfälle verlaufen.

Austausch seit F/A-18-Kauf

Doch wie kommt es überhaupt, dass ein Adligenswiler mit der US-Armee fliegt? Seit Mitte der 1990er-Jahre besteht ein Austauschprogramm zwischen den USA und der Schweiz. Dieses wurde initiiert, als die Schweizer Luftwaffe amerikanische Flugzeuge vom Typ F/A-18 kaufte. Seither befindet sich stets ein Schweizer Militärpilot bei der Navy und ein amerikanischer Pilot bei der Schweizer Luftwaffe. Kuhn arbeitet als Fluglehrer in den USA und bildet Piloten auf dem F/A-18 aus – inklusive dem Bekämpfen von Zielen am Boden. «Dies war etwas Neues für mich, verfügt die Schweizer Luftwaffe doch seit 1994 nicht mehr über diese Fähigkeit.» Er bleibt insgesamt etwas mehr als drei Jahre in den USA, zwei davon sind inzwischen vorbei. «Danach werden ich und meine Familie zurück in die Schweiz ziehen.» Kuhn ist verheiratet und hat drei Kinder. Er werde dann wieder seine angestammte Tätigkeit bei der Schweizer Luftwaffe als Pilot und Fluglehrer aufnehmen.

Wird er bis dann nochmals auf einem Flugzeugträger landen? «Nein. Die Flugzeugträger-Qualifikation ist für uns Austauschpiloten eine Zugabe. Es ist eine einmalige Angelegenheit.» Wenn es darum gehe, Piloten für Flugzeugträger-Flüge auszubilden, würden Amerikaner den Vorzug erhalten, da diese schliesslich auch im Ernstfall zum Einsatz kämen. Übrigens: Andreas Kuhn wurde bei seinem Flugzeugträger-Manöver gefilmt – vom Zuger Kameramann Brian Gottschalk.

Gabriela Jordan und Stefan Dähler

region@luzernerzeitung.ch

Hinweis

SRF 1 zeigt am Sonntag um 21.40 Uhr eine Dok über Andreas Kuhn.

Szene auf dem Flugzeugträger «USS Dwight D. Eisenhower». (Bild: PD)

Szene auf dem Flugzeugträger «USS Dwight D. Eisenhower». (Bild: PD)

Szene auf dem Flugzeugträger «USS Dwight D. Eisenhower». (Bild: PD)

Szene auf dem Flugzeugträger «USS Dwight D. Eisenhower». (Bild: PD)

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