«Tatort»: Dreharbeiten mit Zunft geplatzt

Die Zunft zu Safran verzichtet auf einen Auftritt im «Tatort»-Krimi. Grund: Das neue Drehbuch zeigt die Fasnacht in einer beleidigenden Art.

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Im Krimi-Visier: die Fritschitagwache auf dem Luzerner Kapellplatz. (Bild: Philipp Schmidli / Bearbeitung Janina Noser)

Im Krimi-Visier: die Fritschitagwache auf dem Luzerner Kapellplatz. (Bild: Philipp Schmidli / Bearbeitung Janina Noser)

«Schmutziger Donnerstag». Das ist auch ein Titel der Krimiserie «Tatort». Für die neuste Luzerner Folge wird auch an den Fasnachtstagen gedreht, die Zunft zu Safran hätte einen wichtigen Part übernehmen sollte. Doch jetzt steigt die Zunft aus, wie Recherchen zeigen. Grund: die neuste Drehbuchversion, welche die Zunft, weitere Gesellschaften und die Fasnacht insgesamt in ein schlechtes, «teilweise beleidigendes» Licht rückt.

Auf Anfrage bestätigte die Zunft zu Safran gestern ihren Ausstieg. «Aus unserer Sicht ist diese pauschale Negativdarstellung nicht nötig. Überzeichnungen sind in einem Krimi wichtig und unabdingbar. Doch diese sollten sich auf einzelne Personen beschränken», sagt Gregor Schwegler, Zunftmeister zu Safran und Fritschivater 2010.

Das Lozärner Fasnachtskomitee (LFK) steht hinter dem Zunftentscheid. «An der Fasnacht gibt es zwar auch negative Begleiterscheinungen, das soll man gar nicht wegdiskutieren. Im Zentrum stehen aber Brauchtum, Tradition und die fröhliche Ausgelassenheit von vielen Tausenden Leuten», sagt LFK-Präsident Flavio Bezzola.
Gerüchteweise ist in Fasnachtskreisen nun auch zu hören, dass andere, kleinere Zünfte und Gesellschaften für die geplanten Dreharbeiten angefragt würden.

jem.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung oder im E-Paper.