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Teilbedingte Haftstrafe für fehlbaren Bauunternehmer

Weil er Arbeitnehmerbeiträge zweckentfremdet und gemietetes Gerüstmaterial veruntreut hat, ist ein Bauunternehmer vom Luzerner Kriminalgericht zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Zudem war er ohne Führerausweis Auto gefahren.
SDA

Die Richter verhängten über den 51-jährigen Schweizer eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten, davon muss er zwölf Monate absitzen, wie aus dem Urteil hervorgeht, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Anklage hatte nur zwei Jahre bedingt verlangt. Gegen das Urteil wurde Berufung angemeldet.

Der Vorwurf der Zweckentfremdung von Arbeitnehmerbeiträgen bezieht sich auf die Jahre 2012 bis 2014. Als Geschäftsführer einer Baufirma habe der Beschuldigte seinen Angestellten Löhne ausbezahlt, von denen er Arbeitnehmerbeiträge an die Ausgleichskasse abgezogen hatte.

Dieses Geld in der Höhe von fast 100'000 Franken überwies er aber nicht der Ausgleichskasse, sondern beglich mit einem Teil davon die Löhne. Er habe vorsätzlich gehandelt, weil er Kenntnis der ausstehenden Rechnungen der Ausgleichskasse hatte.

Der Mann machte sich laut den Richtern zudem der Veruntreuung schuldig. Seine Firma mietete Gerüstmaterial im Wert von 155'000 Franken. Nachdem er seine Anteile am Unternehmen verkauft hatte, ging dieses Konkurs. Im Rahmen der Sanierung wurden laut dem Beschuldigten Zahlungen in Form von Material geleistet - darunter auch die gemieteten Deckenstützen und Paletten.

Zusätzlich zu diesen Vergehen wurde der Beschuldigte zur Verantwortung gezogen wegen Fahrens ohne Berechtigung sowie Nichtabgabe der entzogenen Kontrollschilder und des Fahrzeugausweises. Er hatte Steuern, Verkehrsabgaben und Gebühren trotz Mahnungen nicht bezahlt.

Neben der Freiheitsstrafe verurteilte das Gericht den Mann zur Zahlung einer Geldstrafe und der Verfahrenskosten von je 9000 Franken.

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