Tempo 50 auch auf der Hauptstrasse in Root

Die Kantonsstrasse durch Root wird auf einer Länge von 1,6 Kilometern erneuert. Der Kantonsrat hat für die Sanierung am Montag 12 Millionen Franken gesprochen. Die Situation soll sich vorallem für den Langsamverkehr verbessern.

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In Root (im Bild das Rössli) entsteht ein Mehrzweckstreifen (Archivbild Neue LZ).

In Root (im Bild das Rössli) entsteht ein Mehrzweckstreifen (Archivbild Neue LZ).

Die Strasse sei die Haupterschliessungsstrasse im Rontal, sagte Josef Dissler (CVP) namens der vorberatenden Kommission. Sie sei stark belastet und in einem schlechten Zustand. Er bezeichnete das Projekt als notwendig und verhältnismässig. Bei der Strasse handelt es sich um eine flankierende Massnahme zum Autobahnzubringer Rontal, der letzte Woche eröffnet worden ist.

Aufwertung für Langsamverkehr

Die neue Autobahneinfahrt in Buchrain wurde gebaut, um Root vom Durchgangsverkehr zu befreien. Damit dieses Ziel eintritt, soll die Hauptstrasse zwischen Root Ronmatt und Gisikon Tell nun für Fussgänger, Velofahrer und Busse aufgewertet werden.

Kompromisslösung für Velofahrer

Auf beiden Strassenseiten gibt es je zwei Meter breite Gehwege. Zwei Einmündungen werden durch Kreisel ersetzt. Namentlich beim Bahnhof Gisikon-Root werden die Einrichtungen für den Busverkehr verbessert. Bürgerliche Fraktionen kritisierten, dass nicht alle Bushaltestelle in Buchten von der Strasse weg verlegt werden konnten.

Radwege wird es keine geben, ein Manko, das CVP, SP und Grüne bedauerten. Sie akzeptierten aber das Argument des Regierungsrats, dass es für Radstreifen keinen Platz habe. Mehrzweckstreifen in der Mitte der Fahrbahn sollen trotzdem zu einer Verbesserung der Situation beitragen.

Tempo 30 nicht mehrheitsfähig

Die Grünen beantragten, Tempo 30 statt 50 zu signalisieren. Sie wollten die Vorlage deshalb an den Regierungsrat zurückweisen. Sonst werde das Ziel der Vorlage, den Durchgangsverkehr von der Hauptstrasse auf die Autobahn zu bringen, den Busverkehr zu bevorzugen und die Sicherheit des Langsamverkehrs zu vergrössern, kaum erreicht. Gleicher Ansicht war die GLP. Sie befürchtete, dass die vom Kanton geplanten teuren Massnahmen zu einer Verflüssigung des Verkehrs führten. Mit Tempo 30 könnte auf viele bauliche Massnahmen verzichtet werden, argumentierten die Grünliberalen.

CVP, SVP und FDP sprachen sich in ihren Voten indes klar gegen Tempo 30 auf Kantonsstrassen innerorts aus. Die Kantonsstrassen hätten die Aufgabe, den Verkehr rasch wegzubringen, lautete ein Argument für Tempo 50. Sie dürften nicht als Verkehrshindernis gebaut werden. Baudirektor Max Pfister sagte, eine Kantonsstrasse sei keine innerstädtische Quartierstrasse.

Das Kantonsparlament sprach sich gegen die Stimmen von SP, Grünen und GLP gegen die Rückweisung aus. In der Schlussabstimmung passierte die Vorlage mit 82 zu 16 Stimmen. Die SP enthielt sich mehrheitlich der Stimme. Der Baubeginn ist für 2012 vorgesehen. Die Vorlage unterliegt dem fakultativen Referendum.

sda