TEMPOKONTROLLEN: 12 Verfahren gegen Luzerner Rettungsdienst

Ambulanzfahrer, die bei einem Blaulicht-Einsatz geblitzt werden, müssen in der Regel keine Busse fürchten. Nur in Nidwalden wird stets ein Verfahren eröffnet.

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Ein Ambulanzfahrzeug des kantonalen Spitals Sursee unterwegs. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Ein Ambulanzfahrzeug des kantonalen Spitals Sursee unterwegs. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Vier bis fünf Mal pro Woche werden die Ambulanzen des Kantonsspitals Luzern auf den Zentralschweizer Strassen von «Blechpolizisten» geblitzt. Die meisten Kantone behandeln die Radarmeldungen im Schnellverfahren. «Die Polizeibehörden fragen in der Regel bei uns telefonisch oder schriftlich nach und wollen den Grund der Blaulichtfahrt wissen. Handelte es sich um einen von uns bewilligten Notfalleinsatz, wird der Fall ad acta gelegt», erklärt Viktor Lang, Jurist des Kantonsspitals Luzern.

Anders in Nidwalden: Die Polizei leitet jeden Fall an den Verhörrichter weiter. Dieser klärt die Übertretungen präzise ab. So kam es seit 2007 zu 12 Verfahren gegen den Rettungsdienst Luzern. Zu einer Busse kam es jedoch bislang nicht.

Verhörrichter Alexandre Vonwil verteidigt die strenge Praxis: «Vor dem Gesetz sind alle gleich. Das gilt auch für Ambulanzfahrer.»

Bei den Fahrern von Notfallfahrzeugen sorgt Nidwalden für eine gewisse Verunsicherung. Öffentlich dazu äussern, will sich aber kein Betroffener.

Ernst Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag».