«The Voice of Switzerland»-Kandidat Axel Marena: «Man muss für Kontroversen sorgen»

Der Luzerner Axel Marena tritt am 16. März in der zweiten Runde von «The Voice of Switzerland» auf und möchte sich abermals in die Herzen der Juroren singen. Denn der 23-Jährige hat einen ausgeprägten Hang zur Bühne.

Raissa Bulinsky
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Er nimmt kein Blatt vor den Mund und fällt durch sein extravagantes Aussehen auf. Axel Marena alias Axel Umiglia (23) aus Sempach konnte mit seinem Auftritt bei der Fernsehsendung von 3+ «The Voice of Switzerland» in der ersten Folge gleich drei von vier Jury-Mitglieder für sich gewinnen. Wie jeder Kandidat musste er sich für einen Juror als Betreuer entscheiden – und wählte zum Erstaunen vieler DJ Antoine. Nach den Vorbereitungen mit Antoine geht es nun in die zweite Runde. 

Voice-of-Switzerland-Teilnehmer Axel Marena am Sempachersee.

Voice-of-Switzerland-Teilnehmer Axel Marena am Sempachersee. 

Bild: Patrick Hürlimann, 7. Februar 2020

Axel Marena hat eine Leidenschaft zur Musik und eine ständige Suche nach dem Nervenkitzel – oder «Thrill», wie er es nennt. Seine musikalische Ader bekam Marena in die Wiege gelegt. «Meine Eltern, beide im Luzerner Sinfonieorchester tätig, verdienen ihr Geld mit Musik und haben mich stets in meiner Bühnenkarriere vorangetrieben», erzählt der 23-Jährige. Schon früh habe er begonnen, mit Rhythmen zu experimentieren und eigene Lieder zu schreiben.

Er besuchte den Tanzunterricht und trat in verschiedenen Theatern und Musicals auf. In New York absolvierte er eine Musicalausbildung an der AMDA, «The American Musical And Dramatic Academy». Heute studiert der Sempacher Jazz und Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste und ist in diversen Bands sowie als Einzelkünstler auf der Bühne zu sehen. Marenas Wunsch: einmal gross rauskommen, ein erfolgreicher Künstler werden und von Musik leben können.

Gut zu singen ist nur die halbe Miete

Marenas Ziel ist es nicht nur, mit seiner Musik Geld zu verdienen, sondern auch die Leute zu überraschen. Er möchte ihnen lange in Erinnerung bleiben. «Es reicht nicht aus, gut zu singen und süss zu sein, man muss für Kontroversen sorgen, damit sich die Leute an einem erinnern», sagt er. Wichtig sei dabei die Bühnenpräsenz, denn für einen Wiedererkennungswert zähle nicht nur, was die Leute hören, sondern vor allem auch, was die Leute sehen.

Dies erkläre auch seine extrovertierte Performance. Es sei dabei wichtig, eine gewisse Sinnlichkeit zu zeigen und zu provozieren, so Marena. Mit seinen Tanzbewegungen brachte er das Publikum in der ersten Runde der Castingshow schnell zum Jubeln.
Sein Auftritt ist im Video zu sehen:

The Voice of Switzerland sucht Gesangstalente

«The Voice of Switzerland» ist eine Schweizer Gesangs-Castingshow, die in zehn Folgen jeweils am Montag auf dem Sender 3+ ausgestrahlt wird. Das Finale findet am 30. März in einer Live-Sendung statt. Auf der Suche nach der besten Sängerin oder dem besten Sänger der Schweiz durchlaufen die Kandidaten verschiedene Herausforderungen. Betreut werden sie dabei von sogenannten «Coaches». Es handelt sich dabei um prominente Persönlichkeiten im Schweizer Musikgeschäft. Dieses Jahr sind es: Noah Veraguth (32), Anna Rossinelli (32), DJ Antoine (44) und die «Büetzer Buebe» - sprich Trauffer (40) und Gölä (51). Die erste Folge verfolgten 480'000 Personen am Bildschirm. 

Diese Einstellung, ständig den Nervenkitzel zu suchen und auf der Bühne – in jeglichem Sinne – Vollgas zu geben, habe er während seiner Zeit in Amerika gelernt. Dies sei jedoch nicht immer einfach. Er erklärt:

«Im Musikbusiness darf man nicht den behaglichsten Weg nehmen, man muss auch mal etwas wagen.»

0815-Musiker gäbe es «en masse», findet Marena. Er sei stolz, behaupten zu können, dass er Auftritte hinlege, die einen Wow-Effekt auslösen. Seine Vorbilder: David Bowie und Michael Jackson.

«The Voice of Switzerland» als grosse Chance

Durch seine Teilnahme bei «The Voice of Switzerland» wolle er seinem Ziel, eine grosse Reichweite zu erreichen – und zu überraschen – näher kommen. «Ich möchte das Echo nutzen, das meine Teilnahme auslöst», sagt er.

Es ginge ihm aber nicht nur darum, einen grösseren Bekanntheitsgrad zu erreichen. Er wolle durch die Castingshow auch vieles lernen. Zum Beispiel durch seinen Betreuer DJ Antoine (44). Dass sich Marena für den DJ und Produzenten als Betreuer entschied, habe bei so manchen für grosses Staunen gesorgt. Zwar sei Noah Veraguth (32) ein brillanter Musiker, jedoch wollten fast alle zu ihm. Mit seiner Wahl für DJ Antoine habe er wieder bewiesen, dass er nicht dem Strom folge und auffallen möchte. Ausserdem halte er DJ Antoine für einen wichtigen Kontakt im Musikgeschäft. Auch Antoines gelassene Art, seine Selbstsicherheit und seine Extravaganz haben Axel überzeugt. Er hoffe, im Schweizer Musikgeschäft Fuss fassen zu können und auch einen internationalen Bekanntheitsgrad zu erreichen.

Hinweis: Am Montagabend 16. März tritt Axel in der nächsten Phase, den sogenannten «Battles» und «Singoffs», auf. Die Sendung ist ab 20:15 Uhr auf +3 zu sehen.

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