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THEATER: Biedere Lady mit bitterböser Mission

Rita Rüttimann (72) spielt in «Arsen und Spitzenhäubchen» der Theatergesellschaft Ruswil die Hauptrolle. Lob gibt’s vom Regisseur nicht nur für ihre über 200 Einsätze pro Abend im diesjährigen Stück.
Hannes Bucher
Rita Rüttimann (72) mimt im Stück «Arsen und Spitzenhäubchen» die Figur Abby Brewster.Bild: Corinne Glanzmann (Ruswil, 18. März 2017)

Rita Rüttimann (72) mimt im Stück «Arsen und Spitzenhäubchen» die Figur Abby Brewster.Bild: Corinne Glanzmann (Ruswil, 18. März 2017)

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

«Nein, das geht mir nachts nicht nach – es ist ja nur ein Spiel», sagt die Ruswilerin Rita Rüttimann (72) über ihre Hauptrolle. Im Stück «Arsen und Spitzenhäubchen», mit dem die Theatergesellschaft Ruswil am Samstag Premiere feiert, spielt sie Abby Brewster. Diese und ihre Schwester Martha agieren in der Kriminalkomödie als zwei vermeintlich liebevolle alte Ladys mit braven Spitzenhäubchen, die kein Wässerchen zu trüben vermögen.

Doch der Schein trügt: Im biederen Haus in Brooklyn lagern Leichen. Nicht nur im Keller, sondern auch in der Stubentruhe. Allesamt handelt es sich um ältere Männer, die von den beiden Damen ins Haus gelockt wurden. Schon bald sollen sie «Gott nähergebracht» werden. Ein Glas Wein, mit Arsen angereichert und von den Ladys mit süffisantem Lächeln serviert, reicht dafür aus. «Arsen und Spitzenhäubchen» ist eine rabenschwarze Komödie aus den 1940er-Jahren, unzählige Male am Broadway gespielt und mit Cary Grant in einer Hauptrolle auch ein grandioser Kinoerfolg.

Bühnendebüt mit dem Erstklasslehrer

Über 200 Einsätze hat Rita Rüttimann als Abby im Stück. Eine immense Textmenge. Die langjährige Erfahrung kommt ihr dabei zugute. Über 20-mal stand sie schon auf der Bühne, meist in tragenden Rollen. Das erste Mal als 20-Jährige im Stück «S Hörrohr» in ihrem Heimatdorf Gettnau. «Da spielte ich eine zirka 50-jährige Bäuerin. Als ich geschminkt war und die Perücke aufgesetzt hatte, sah ich aus wie meine Mutter. Das war witzig, denn mein Erstklasslehrer spielte den Grossvater.» Später stand sie vorwiegend bei der Theatergesellschaft Ruswil im Einsatz. Ehemann Hazy Rüttimann war lange im Bühnenteam mit dabei. «Das war besonders schön, das Hobby so gemeinsam zu teilen.» Ihre Lieblingsrolle? Die Rolle der Mutter einer 12-köpfigen Kinderschar in «Das Haus in Montevideo».

Regisseur Renato Cavoli findet viele lobende Worte für seine Charakterdarstellerin: «Mit ihrer aufgestellten Art und ihrem Lächeln kann sie auch mal ein kleines Problem in den Proben zum Verschwinden bringen.» Mit ihrer Bühnenschwester Martha sei sie zu einem kongenialen Duo zusammengewachsen. «Die beiden ergänzen sich toll.» Fazit des Probebesuchs: Die Theatergesellschaft serviert spannende Kost – Arsen hin oder her.

Hinweis

Aufführungen um 20 Uhr: 25. und 31. März, 1., 6., 7. und 8. April. Um 17 Uhr am 2. April, um 14 Uhr am 8. April. Jeweils im Pfarreiheim. Tickets unter theater-ruswil.ch

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