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THEATER DOPPLESCHWAND: Pfarrer Pulver frisiert Töffli

Ein unkonventioneller Pfarrer erhitzt die Gemüter in Doppleschwand. Teile der Bevölkerung gehen auf die Barrikaden. Aber keine Sorge: alles nur Theater.

Ab heute hat die Gemeinde Doppleschwand einen neuen, unkonventionellen Pfarrer. Pfarrer Pulver frisiert Töffli, trägt schmutzige, ölverschmierte und zerrissene Überhosen, sorgt sich um ein vor der Haustüre gefundenes Findelkind, nimmt einen Gauner bei sich auf und verhilft einer hochschwangeren, in Wehen liegenden Frau zu einer reibungslosen Geburt. Der Stil des neuen Pfarrers passt nicht allen. Aber keine Sorge: alles nur Theater. Im realen Leben bleibt die Kirche im Dorf.

Stephan Schwarzentruber (44) aus Doppleschwand ist ein Urgestein der im Jahr 1981 gegründeten Theatergesellschaft. Begonnen habe er als 18-Jähriger als Beleuchter mit der Option, dass er nie spielen müsse. Inzwischen ist der gelernte Elektriker und Geschäftsführer der Telestrom AG Entlebuch zum Stammspieler aufgestiegen.

Er denkt jedes Mal ans Aufhören

In der Produktion «Jesses Gott, Herr Pfarrer!» von Maya Gmür, Regie Karin Bregy, steht Schwar­zentruber bereits zum zwanzigsten Mal auf der Bühne. Er ist die Ruhe selbst, strahlt ansteckende Fröhlichkeit aus. «Lampenfieber, das kenne ich nicht», verrät er.

Im aktuellen Stück hat Schwarzentruber als Pfarrer Pulver nicht weniger als 300 Einsätze und somit eine enorme Bühnenpräsenz. Wie lernt man diese Einsätze auswendig? «Ich habe meine Einsätze aufs Natel aufgenommen, höre sie immer wieder ab und spreche sie nach», so Schwarzentruber. Eine Person ist ihm besonders wichtig: die Souff­leuse. Bei seinen Einsätzen achte er immer darauf, dass er sich in ihrer Nähe bewege oder sitze. Bis zur heutigen Premiere fanden 35 Proben statt. Denkt man da nicht schon mal ans Aufhören? «Jedes Mal», kommt’s wie aus der Pistole geschossen. (mvg)

Hinweis

Aufführungen: Heute und 1. 4. jeweils 15 und 20 Uhr. 7. 4. und 8. 4. jeweils 20 Uhr. Gasthaus Linde. Reservationen: www.theater-doppleschwand.com oder Telefon 041 480 33 49, Montag bis Donnerstag, 18.30 bis 20 Uhr.

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