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Theater Horw: Ein Kurzschluss sorgt für viele Lacher und blaue Flecken

Das neue Stück des Theaters Horw spielt im Dunkeln.
Yvonne Imbach
Der junge Bildhauer Kevin Häfliger (Philipp Glutz) und die Nachbarin Frau Lustenberger (Jasmin Gasser) in Aktion. (Bild: Philipp Schmidli, Horw, 8. November 2019)

Der junge Bildhauer Kevin Häfliger (Philipp Glutz) und die Nachbarin Frau Lustenberger (Jasmin Gasser) in Aktion. (Bild: Philipp Schmidli, Horw, 8. November 2019)

Sofort wird klar: Das wird eine spezielle Premiere. Als sich Samstagabend der Vorhang zum neuen Stück des Theaters Horw zur Seite schob, lag die Bühne im Dunkeln. Ein Pärchen tappt herum. Die beiden sind aufgeregt, denn eben fiel der Strom aus, dabei erwarten sie Gäste. Kevin, ein erfolgloser Bildhauer, soll einerseits dem künftigen Schwiegervater vorgestellt werden. Zeitgleich hat sich ein schwerreicher, russischer Kunstsammler angemeldet und soll Kevin den dringend benötigten Geldsegen bringen.

Die Ereignisse überschlagen sich

Der Kurzschluss legt alles lahm. Der Hauptschalter ist plombiert und nur durch einen Techniker wieder in Stand zu setzen. Bis dieser kommt, dauert es fast zwei Akte, in denen sich die Ereignisse überschlagen. Das im wörtlichen Sinne, denn wie oft die Figuren über Tisch, Stuhl, Sofa oder sich selbst stolpern, ist nicht zählbar. Klar ist: Die Spieler geben vollen Körpereinsatz und werden so einige echte blaue Flecken davontragen.

Die Grundidee von «Komödie im Dunkeln» aus der Feder von Peter Shaffer ist originell: Es gilt «verdrehte Welt», was die Lichtverhältnisse angeht. Für die Schauspieler auf der Bühne herrscht fingierte Dunkelheit, die zu allerlei turbulenten Slapstickszenen führt – der Zuschauer jedoch blickt auf eine helle Bühne. Wenn eine Kerze oder ein Feuerzeug die Bühnenwelt kurz erleuchten, wird es für das Publikum finster. Diese schnellen und häufigen Wechsel klappten reibungslos. Ein grosses Bravo an die Technik im Hintergrund, das ist Massarbeit.

Eine weitere Herausforderung liegt darin, dass die acht Spielerinnen und Spieler in den für sie dunklen Szenen so tun müssen, als tappen sie blind und unsicher durch die Szenerie. Es gelingt ihnen gut, mit leerem Blick und sich vorwärts tastend immer neue Barrieren zu meistern. Regisseur Beat Gärtner hat mit dem Ensemble intensiv an Mimik und Gestik gearbeitet, sodass die Lachsalven im Publikum nicht abreissen.

Hinweis: Weitere Aufführungen: 16., 20., 22. und 23. November um 20 Uhr. 17. November um 17 Uhr. Vorverkauf: Telefon 041 340 01 00 (Wellness Apotheke Horw) und unter www.tgh.ch

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