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Theater Horw: Wenn die Freundin zur Nervensäge wird

In der neuen Komödie des Theaters Horw ziehen zwei Freundinnen zusammen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Ganz anders sieht das hingegen bei den langjährigen Spielerinnen Angela Bucheli und Priska Grossenbacher aus.
Yvonne Imbach
Die beiden Freundinnen Angela Bucheli als Niggi (links) und Priska Grossenbacher als Fränzi geben in der neuen Komödie des Theaters Horw ein seltsames Paar ab. (Bild: Eveline Beerkircher, 28. Oktober 2018)

Die beiden Freundinnen Angela Bucheli als Niggi (links) und Priska Grossenbacher als Fränzi geben in der neuen Komödie des Theaters Horw ein seltsames Paar ab. (Bild: Eveline Beerkircher, 28. Oktober 2018)

Das Stück «Ein seltsames Paar» von Neil Simon erreichte Weltberühmtheit, als das Bühnenstück 1968 mit dem Komikerduo Jack Lemmon und Walter Matthau verfilmt wurde. Das Theater Horw zeigt es nun in der weiblichen Version unter dem Mundart-Titel «Es sältsams Paar», in der zwei Freundinnen eine Wohnung teilen.

Die Geschichte an sich ist simpel: Fränzi (Priska Grossenbacher) wird vom Ehemann verlassen und findet bei ihrer besten Freundin Niggi (Angela Bucheli) Unterschlupf. Die von Liebeskummer geplagte, suizidale und biedere Fränzi stürzt sich mit ihrem Putzfimmel auf die schicke, aber verlotterte Wohnung der verwöhnten Niggi, die als Sportjournalistin ein abenteuerreiches Singleleben auskostet. Die Frauen gehen einander bald auf die Nerven, was die Zuschauer höchst amüsiert mitverfolgen können. Die Streitereien und Zankereien gleichen einem Pingpong-Spiel, die pointierten Sprüche fliegen nur so hin und her. Regisseur Beat Gärnter ist es gelungen, die beiden Hauptrollen zu Hochform auflaufen zu lassen. Das gesamte Ensemble überzeugt durch eine gute Bühnenpräsenz und viel Freude an der eigenen Rolle. Es ist ein Vergnügen, diesem turbulenten Treiben zuzusehen.

«Laute, schrille Figuren machen mir Spass»

Kein seltsames, vielmehr ein eingespieltes Paar bilden die Spielerinnen Angela Bucheli (48) und Priska Grossenbacher (55). Beide wohnen in Horw und standen bereits sechsmal zusammen auf der Horwer Bühne. Während es für Priska Grossenbacher erst die zweite grosse Rolle ist, hatte Angela Bucheli, die seit ihrem neunten Lebensjahr Theater spielt, häufig die Hauptrolle. «Ich schlüpfe immer in laute, schrille, überdrehte Rollen, was mir enormen Spass macht», erzählt Angela Bucheli. «Ich bin privat eher ruhig und habe eine sanfte Natur, deshalb drehe ich auf der Bühne wohl so gerne auf.» Nach drei Jahren freiwilliger Pause habe es sofort wieder gekribbelt, als ihr die neue Rolle angeboten wurde. «Theaterspielen macht mich einfach glücklich, mein Herz geht auf, wenn ich es schaffe, das Publikum zu begeistern.»

Priska Grossenbacher war in gut einem Dutzend Produktionen dabei, das letzte Mal 2011. «Ich musste berufsbedingt aufhören, weil mir die Zeit fehlte», sagt sie. Die Figur der Fränzi fasziniere sie, weil sie sehr facettenreich sei. «Der Reiz am Spielen liegt für mich darin, dass ich die Menschen gerne zum Lachen bringe. Auch abseits der Bühne bin ich eine, die gerne Witze macht und humorvoll durchs Leben geht», so Priska Grossenbacher. Jetzt wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen, finden beide Frauen grossartig. Angela Bucheli bringt es denn auch auf den Punkt: «Wir sind ein tolles, vertrautes Team und kennen uns so gut, dass wir in den Augen der anderen lesen können, wenn sie einen Hänger hat. Dann rettet die andere souverän die Szene.»

Hinweis: Samstag, 3. November, Premiere (geschlossen). Weitere fünf Aufführungen bis 17. November, jeweils im Pfarreizentrum Horw. Reservation unter: Telefon 041 340 01 00 (Wellnessapotheke Horw) oder www.tgh.ch

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