Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

THEATER: Luzerner Theater präsentiert experimentellen Spielort

Das Luzerner Theater erhält auf die Saison 2016/17 nicht nur eine neue Intendanz, sondern auch einen weiteren Aufführungsort. Es handelt sich um eine 200 Quadratmeter grosse, flexible Bühne neben dem Theater, auf dem das neue Team neue Formen ausprobieren will.
Die experimentelle «Box» des Stadttheaters soll zwischen dem Theater und der Jesuitenkirche zu stehen kommen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die experimentelle «Box» des Stadttheaters soll zwischen dem Theater und der Jesuitenkirche zu stehen kommen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die neue Lokalität heisst "Box" und wird für mehrerer Jahre auf der Freifläche zwischen dem Theater und der Jesuitenkirche erstellt. Die Box zeichnet sich durch verschiebbare Wände und flexible Tribünen aus. Sie dürfte etwa 150 Sitzplätze anbieten. Das Baubewilligungsverfahren sei am Mittwoch eingeleitet worden, teilte das Luzerner Theater mit.

Der neue Intendant Benedikt von Peter, der Dominique Mentha ablöst, bezeichnete die Box als "Herzstück". Seine Intendanz stehe im Zeichen der Offenheit. Er wolle rausgehen in die Stadt und die klassische gesellschaftsbildende Funktion des Theaters ins Zentrum rücken.

Spiel- und Begegnungsort

Von Peter will die Box nicht nur als Aufführungsort nutzen, sondern auch als Begegnungsort, als "Marktplatz der Ideen, des Denkens und Fühlens und der Kunst". Er und sein Team wollten dort Gastgeber sein.

Die Box soll nicht nur für experimentelle Theaterformen Spielort sein, sondern auch für Werke des klassischen Repertoires. Mit niederschwelligen Angeboten, etwa einem Tanz-Apéro, soll ein neues Publikum angesprochen werden.

Zudem soll die Box das betrieblich stark genutzte über 175 Jahre alte Theatergebäude entlasten. Insgesamt werde es nicht mehr, aber andere Produktionen geben, sagte von Peter.

Der Bau kostet rund 800'000 Franken und wird von privaten Geldgebern finanziert. Der Betrieb muss vom Theater finanziert werden. Die Infrastruktur, etwa die Garderobe oder die Maske, bleiben im alten Theaterhaus. Schauspieler und Zuschauer müssen von dort über die Strasse zur Aufführung in der Box gehen.

Bis 2023 soll in Luzern ein neues Musiktheater gebaut werden, in dem auch das Luzerner Theater untergebracht wird. Ein möglicher Standort ist der heutige Standort des Theaters mit der Freifläche, auf der die Box zu stehen kommt.

Die Neuausrichtung des Theaters im Hinblick auf die neue Theaterinfrastruktur wird strategisch von Birgit Aufterbeck Sieber begleitet. Sie löst auf den 1. Januar 2016 als Präsidentin des Stiftungsrates Luzerner Theater Kurt W. Meyer ab, der nach acht Jahren zurücktritt. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.