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Theater Malters: Provinzler im Grossstadt-Dschungel

Die Reise nach Paris wird für Jasskumpel aus der Provinz zum Fiasko. Markus Keller bekleidet in der Komödie «D’Jasskasse» souverän die Rolle des Monsieur Chambourcy.
Hannes Bucher
Die Jasskumpanen wollten sich in Paris vergnügen, landeten dann aber auf dem Polizeiposten.Bild: Manuela Jans-Koch (25. April 2019)

Die Jasskumpanen wollten sich in Paris vergnügen, landeten dann aber auf dem Polizeiposten.Bild: Manuela Jans-Koch (25. April 2019)

Er spielt schon in Primarschulzeit Theater, stand mehrmals auf der Bühne der Kanti Sursee und er wirkt seit über 30 Jahren bei der Theatergesellschaft Malters aktiv mit: der 60-jährige Markus Keller. Mehr als 30 Rollen hat er schon bekleidet – so etwa den «Sargtoni» in «De Franz im Ybrig», den «Giovanni» in «Bezahlt wird nicht» bis zur Paraderolle des «Jau» in «Schluck und Jau» in der letzten Malterser Produktion.

Jetzt steht er als Monsieur Chambourcy in der Komödie «D’Jasskasse» (nach «La Cagonette» von Eugène Labiche, 1815-1888) auf der Bühne des Gemeindesaal Malters. Die Premiere am Donnerstagabend zeigte: In der charmanten, witzigen Komödie – das französische Original wurde von Gisela Widmer gründlich überarbeitet und gestrafft – kann Markus Keller sein ganzes schauspielerisches Talent ausleben.

Pariser Fiasko

Das Stück «D’Jasskasse» zeigt, wie Jasskumpane eines französischen Provinznestes mit dem erspielten Geld sich in Paris vergnügen möchten. Doch sie verlieren sich im Grossstadtdschungel, werden ausgetrickst und betrogen, landen auf dem Polizeikommissariat und im Gefängniswagen. Wenn da nicht der einstige Feuerwehrkommandant Monsieur Chambourcy wäre: «Auf in den Kampf» heisst seine Devise. Eben diesen grossspurigen Chambourcy mimt Markus Keller überzeugend. Toll sind auch die weiteren Rollen besetzt. Da ist Markus Reust als geiziger Apotheker Cordenbois, Jörg Gilli als Bauer Colladan, Marcel Küttel als heiratslustiger Polizeikommissar Béchut oder Lisa Birrer als heiratslustige Léonida. Frech, aber nie derb, zügig und temporeich lässt Regisseur Livio Andreina das Ensemble agieren.

Fein sind Bühnenbild und die üppigen Biedermeier-Roben abgestimmt (Anna Maria Glaudemanns). Besonders erwähnenswert auch die Akkordeon- und Cembalo-Klänge (Sergej Simbirev und Linda Gisler). Das Premierenpublikum dankte mit viel Applaus. Gisela Widmer war bei der Premiere mit dabei. «Ich bin begeistert», lobte sie.

Hinweis: Die Theatergesellschaft Malters spielt heute Samstag und im Mai zehn Mal im Gemeindesaal. Infos: www.theater-malters.ch

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