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Theater Paprika zeigt «Die Frau von Früher»: Das Versprechen gilt

Mit «Die Frau von früher» zeigt das Theater Paprika eindrücklich einen verstörenden Thriller.
Yvonne Imbach

Das junge Theater Paprika wagt sich mit seiner neuen Produktion an einen atemraubenden und temporeichen Thriller, in dem die Vergangenheit an die Tür klopft. «Die Frau von früher» ist ein erfolgreiches Theaterstück von Roland Schimmelpfennig und wurde 2013 auch verfilmt.

Im Zentrum stehen fünf Figuren: Da ist das Ehepaar Claudia (Rahel Dudler) und Frank (Raoul Niederberger), das nach 19 Jahren Ehe derselbigen radikal neues Leben einhauchen will. Die Kisten fürs Auswandern sind schon gepackt. Sohn Andi (Ivan Allinckx) muss mit, obwohl der Minderjährige gerade seine erste grosse Liebe mit Tina (Anna Wüest) erlebt. Am Vorabend der Abreise steht plötzlich Romy (Anna Purtschert) vor der Türe und sagt zu Frank: «Du hast mir vor 24 Jahren geschworen, mich immer zu lieben. Ich bin hier, um dich an dein Versprechen zu erinnern.» Frank reagiert perplex, er erkennt seine einstige Freundin erst auf den zweiten Blick. Claudia hingegen wittert instinktiv die Gefahr, welche von der fremden Frau ausgeht. Sie stellt ein Ultimatum. Parallel bereiten sich Andi und Tina auf ihren Abschied vor und ahnen nicht, wie endgültig dieser sein wird.

Unter der Regie von Isabel Herzog ist es dem jungen Ensemble gelungen, die Figuren so facettenreich zu beleben, dass man mitunter meint, wie ein unsichtbarer Gast im realen Wohnzimmer zu sitzen, wo sich eine Tragödie abspielt. Die Frage, unter welchen Umständen man einen Liebesschwur brechen darf, stellt sich den meisten Menschen im Verlaufe des Lebens. Das Stück hält den Spiegel vor, welche Konsequenzen ein gebrochenes Versprechen nach sich ziehen kann und befasst sich mit den grossen Fragen des Lebens: Sind wir mit unserer Vergangenheit zufrieden? Wohin führt uns der Weg weiter?

Die fünf Spielerinnen und Spieler agieren beeindruckend, Emotionen schäumen auf, gipfeln in Wut und Trauer. Die Szenen werden nicht linear aneinandergereiht, sondern vor- und rückwärts gespult. Grafische Texteinspielungen wie «Etwas später» oder «zehn Minuten davor» helfen, den Faden nicht zu verlieren. Dieses komplexe Spiel ist für die Spielenden wie für das Publikum herausfordernd. «Harte Probearbeiten und intensives Auseinandersetzen mit der Figur und deren Entwicklung forderten unseren

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