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Theater Ruswil: Ideen des Pfarrers führen zu Turbulenzen

Nächtliche Jassrunden und Zimmervermietungen im Pfarrhaus sollen Geld für die Kirchenrenovation bringen. Doch der Pfarrer wird die weltlichen Geister, die er rief, nicht mehr los.
Hannes Bucher
Der Pfarrer (Erwin Heini, links) ist mit den gerufenen «weltlichen Geistern» arg gefordert: Kirchenratspräsidentin Frieda (Michelle Roos, rechts) weibelt herum; ihre Nichte Uschi (Tanja Steinmann) und Student Sigi (Matteo Emmenegger) spielen ihr eigenes amouröses Spiel. (Bild: Hannes Bucher, 18. März 2019)

Der Pfarrer (Erwin Heini, links) ist mit den gerufenen «weltlichen Geistern» arg gefordert: Kirchenratspräsidentin Frieda (Michelle Roos, rechts) weibelt herum; ihre Nichte Uschi (Tanja Steinmann) und Student Sigi (Matteo Emmenegger) spielen ihr eigenes amouröses Spiel. (Bild: Hannes Bucher, 18. März 2019)

«Dem Himmel sei Dank» heisst das Lustspiel auf der Ruswiler «Rössli»-Bühne, das der einstige Radioreporter Renato Cavoli mit der Theatergesellschaft Ruswil inszeniert. Der einstige Journalist kommentierte am Radio mit beredter Zunge Eishockey-Spiele. Eine ganz andere Seite lebt er in der Laientheaterszene als Regisseur aus. An die 40 Stücke hat er schon inszeniert.

In dieser Tätigkeit wird der Kommentator zum Motivator. Ruhig, konzentriert sitzt er bei einer der letzten Proben vor der Premiere im Saal des Gasthofs «Rössli» in Ruswil, nahe an der Bühne. «Gut so», oder «exakt, jawohl» motiviert und lobt er die elf Darsteller auf der Bühne. Die Hauptprobe für das Lustspiel «Dem Himmel sei Dank» ist in Gang.

«Schnelle Wendungen, gute Pointen»

Cavoli ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis der langen Probemonate. «Ich kann mit einem spielfreudigen Ensemble arbeiten.» Zum Stück sagt er: «Das Publikum darf einen vergnüglichen Abend mit schnellen Wendungen und guten Pointen erwarten.» In der Tat: Die Idee des umtriebigen Pfarrers Alfons (Erwin Heini), die fehlenden Mittel für eine Kirchenrenovation mit nächtlichen Jassrunden und Zimmervermietungen im Pfarrhaus zu beschaffen, bringt jede Menge Turbulenzen mit sich. Die weltlichen Geister, die der Pfarrer gerufen hat, wird er nicht mehr los. Da taucht auch noch der Generalvikar auf. Und auch er ist nur ein Mensch.

Über Generationen spielte die traditionsreiche Theatergesellschaft Ruswil einst auf der «Rössli»-Bühne, bis sie dann ins Pfarreiheim wechselte. Jetzt kehrt sie wieder ins «Rössli» zurück. Die Platzverhältnisse rufen nach Flexibilität und Kreativität. Dafür versprüht der Saal mit der aufgebauten Bühne und dem farblich fein abgestimmten Bühnenbild (Caroline Seeholzer) seinen ganz eigenen Charme.

Vorstellungen: 23., 29., 30. März, 5., 6., 12. und 13. April jeweils um 20 Uhr; 7. April um 17 Uhr. In der Gaststube des Gasthofs Rössli wird jeweils um 18 Uhr ein Theater-Essen serviert. Reservationen unter www.theater-ruswil.ch

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