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Theater Schwarzenberg: Viel Kopfweh und ein stinkender Käse

Der Theaterverein Schwarzenberg zielt mit seinem aktuellen Stück «Die ungloublechi Gschecht vom gstohlne Stenkerchääs» voll auf die Lachmuskeln. Das Spielerensemble gibt alles, und isst, weil es sein muss, sogar Holzspäne.
Yvonne Imbach
Regisseurin Helen Burri bespricht mit Walter Bühler in seiner Rolle als Schreiner Sepp eine Szene auf der Bühne. (Bild: Nadia Schärli, Schwarzenberg, 8. Januar 2019)

Regisseurin Helen Burri bespricht mit Walter Bühler in seiner Rolle als Schreiner Sepp eine Szene auf der Bühne. (Bild: Nadia Schärli, Schwarzenberg, 8. Januar 2019)

Regisseurin Helen Burri (33) verlangt in ihrer sechsten Produktion vom Ensemble des Theatervereins Schwarzenberg einiges ab. Während die einen Sägemehl essen müssen, bekommen die anderen gar Schläge ab. Doch es darf entwarnt werden: Holzspäne in kleinen Mengen sind nicht schädlich, und blaue Flecken gibt’s auch keine. Die tobenden Ehefrauen gehen mit Schaumstoff-Rollen auf ihre Ehemänner los. Diese haben es aber auch übertrieben. Nach der Weihnachtsfeier in der Dorfbeiz haben Schreiner Hämmerli (Walter Bühler), sein Sohn Frank (Christian Kindler) und Polizist Kesselring (Tobias Arnold) einen Filmriss.

Im Wesentlichen besteht ihr «Morgen danach» aus zwei Feststellungen: grausamen Kopfschmerzen und gewisse Gegenstände werden vermisst. So ist ein Gebiss nicht an seinem Platz, ein Portemonnaie und eine Tabakdose fehlen, dafür stehen plötzlich eine defekte Leiter und ein fremder Fensterladen in der Schreinerei.

Als dann die Haushälterin des Pfarrers (Priska van de Giesen) hereinplatzt und empört berichtet, man habe ihr den Stinkerkäse von der Fensterbank geklaut, den sie dem Pfarrer servieren wollte, ist die Ratlosigkeit gross. Was ist in der letzten Nacht passiert? Bis alle Köpfe und Begebenheiten wieder klar sind, haben die Zuschauer sehr viel zu lachen.

Die acht Spielerinnen und Spieler laufen zur Hochform auf und beweisen eindrücklich, wie viel Spielfreude in ihnen steckt.

Zwei neue Spieler agieren als Vater und Tochter

Helen Burri blickt auf rund vierzig Proben zurück und verrät: «Für jede Rolle erhielt ich die Zusage meiner Wunsch-Besetzung.» Zwei der Spieler stehen das erste Mal auf der Bühne. «Sonja Egli und Glois Imfeld agieren als Vater und Tochter und machen das tipptopp. Sie wirken sehr natürlich, ich musste nur wenig korrigieren», schwärmt Helen Burri.

Das Stück «Die ungloublechi Gschecht vom gstohlne Stenkerchääs» sei mal etwas anderes: «Die Geschichte ist nicht so absehbar wie bei anderen Lustspielen und spielt nicht wie sonst üblich in einer Stube oder vor einem Bauernhof, sondern in einer Schreinerei.» Diese Kulisse wurde mit viel Aufwand gebaut. Werkbank, Sägemehlkiste, Säge, Hobel bis zum Pinup-Kalender ist alles vorhanden.

Eine Besonderheit in Schwarzenberg ist, dass das Theatervergnügen traditionell musikalisch eingeläutet wird. Vor jeder Aufführung sorgen der Chor und der Jugendchor Schwarzenberg für ein abwechslungsreiches Programm. Wer sich entspannen und bestens unterhalten lassen möchte, ist hier also am richtigen Ort.

Aufführungen: Premiere Samstag, 19. Januar um 20 Uhr. 20. und 27. Januar um 14 Uhr. 23. und 26. Januar um 20 Uhr. Vor dem Stück singen der Chor und der Jugendchor Schwarzenberg. Mehrzweckhalle Schwarzenberg. Reservation unter www.konzerttheater.ch oder Telefon 079 754 24 90.

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