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THEATER ST. KARL: Langjähriges Theaterglück mal drei

Sie sorgen für amüsante Verwirrung abseits des Bühnengeschehens: Die Drillinge Pius, Roland und Thomas Andereggen geben dem Theater St. Karl ein ganz eigenes Gesicht.
Yvonne Imbach
Die Drillinge Pius, Roland und Thomas Andereggen (von links) engagieren sich seit Jahren für die Theatergruppe St. Karl. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 21. April 2017))

Die Drillinge Pius, Roland und Thomas Andereggen (von links) engagieren sich seit Jahren für die Theatergruppe St. Karl. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 21. April 2017))

Yvonne Imbach

stadt@luzernerzeitung.ch

Ein bisschen ist es wie ein Theater vor dem Theater: Da weist einen erst ein sympathischer Mann in den Parkplatz ein. Im Pfarreizentrum St. Karl ein paar Schritte weiter gibt man seine Bestellung auf, und siehe da: Der gleiche sympathische Mann ist der Kellner. Die Verwirrung erreicht den Höhepunkt, wenn man zeitgleich drei Tische weiter nochmals denselben Mann eine Flasche Rotwein und einen Nussgipfel servieren sieht. Wie das? Können sich die Theaterleute hier denn beamen? Des Rätsels Lösung: Es sind Drillinge. Die 59-jährigen Brüder Thomas, Pius und Roland Andereggen sind seit Mitte der Achtzigerjahre treue Mitglieder des Theatervereins.

Bärte, Brillen und Perücken zur Unterscheidung

In der diesjährigen Komödie «De Elefant im Porzellanlade» geht es um sechs Damen, die einen attraktiven Mordkommissar zu sich locken wollen. Vor der Premiere vom letzten Freitag nahmen sich die drei Brüder Zeit für ein Interview. Dieses Jahr steht nur Roland mit einer kleinen Rolle auf der Bühne. Es gab aber auch schon Jahre, da spielten alle drei mit. «Da mussten Bärte, Brillen und Perücken helfen, um aus uns drei verschiedene Charaktere zu kreieren», sagt Pius.

Wie kamen die Brüder zu ihrem grossen gemeinsamen Hobby? «Wir wuchsen im St.-Karli-Quartier auf. In der Jungwacht studierten wir ein Theater ein, und ich spielte eine Rolle», sagt Thomas. «Mandy Jossen, unser langjähriger Regisseur, lebte im gleichen Haus wie wir und bekam dies mit. Er suchte nach neuen Spielern und fragte uns an.» Bis zu ihrem 27. Lebensjahr haben die drei zusammen ein Zimmer geteilt («dann heiratete der erste»), und so führte auch für alle drei der Weg in den Theaterverein. Inzwischen hat jeder ein eigenes «Revier». Thomas spielt meistens eine Hauptrolle, Pius leitet die Wirtschaft, und Roland ist Chef Bühnenbau. Und wie kommen sie miteinander aus? «Wir sind uns auch charakterlich sehr ähnlich und verstehen uns gut», sagt Roland. Im Babyalter mussten ihre Eltern aber immer «Roli» in die Mitte legen, weil Thomas und Pius miteinander gestritten haben. Apropos Baby: Ihre Geburt am 25. Januar 1958 war eine grosse Überraschung. Damals kündigte kein Ultraschall eine Mehrlingsgeburt an. «Erst während der Geburt von Pius meinte der Arzt, da könnte noch ein Zwilling kommen. Als Roland nach ein paar Minuten tatsächlich auch da war, wollte unser Vater telefonieren gehen. Da rannte ihm die Schwester nach und verkündete ihm die Geburt seines dritten Sohnes. Thomas war mit 1500 Gramm der leichteste.» Da habe er inzwischen aufgeholt, necken ihn seine Brüder.

Hinweis

Weitere elf Aufführungen bis 13. Mai. Pfarreizentrum St. Karl. Reservation: www.theaterstkarl.ch und Telefon 079 383 28 70.

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