Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Theater Weggis: Der Teufel braucht Hörner

Als Schweizer Erstaufführung zeigt das Theater Weggis eine himmlische Komödie. Ein junger Teufel und ein junger Engel kämpfen an einer Hochzeit um Hörner und Flügel und bringen die ganze Gesellschaft durcheinander.
Yvonne Imbach
Der Bräutigam (Marco Fosi Stadelmann, links) lässt sich von Diavolo (René Fischer) beeinflussen. (Bild: Yvonne Imbach, Weggis, 17. Januar 2019)

Der Bräutigam (Marco Fosi Stadelmann, links) lässt sich von Diavolo (René Fischer) beeinflussen. (Bild: Yvonne Imbach, Weggis, 17. Januar 2019)

«Als ich zufällig im Internet auf das Stück stiess, war ich sofort begeistert», sagt Mary Kündig (56). Sie ist seit zehn Jahren Mitglied im Theater Weggis, stand früher selbst auf der Bühne und führt diese Saison zum 4. Mal Regie. «Ich staunte, dass es dieser amüsante Dreiakter noch nie auf eine Schweizer Bühne geschafft hat.» Um «Eine himmlische Beförderung» aus der Feder von Wolfgang Bräutigam einstudieren zu können, musste erst eine Mundart-Übersetzung her. Mary Kündig ist freie Journalistin und übernahm auch diese Aufgabe.

Rund vierzig Proben liegen hinter dem Ensemble. «Es war eine Herausforderung, die insgesamt fünfzehn Charaktere zu formen. Aber die Spieler harmonierten sehr und bildeten ein super Team. Wir sind parat», blickt die Küssnachterin zurück.

Diavolo sorgt für böses Blut

Die Geschichte rund um eine bevorstehende Hochzeit enthält alle «Zutaten», die eine herzliche Komödie braucht. Ein verliebtes Paar, schwierige Brauteltern, eine nervige Nachbarin und viele Intrigen. Für Letztere ist Jungteufel Diavolo verantwortlich, hat er doch eine Aufgabe zu erfüllen: Um endlich seine langersehnten Hörner zu bekommen, muss er eine teuflisch gemeine Handlung auf Erden vollbringen. Da kommt ihm das junge Brautpaar gerade recht. Wenn er seinen Umhang ablegt, können ihn die Menschen sehen. So fällt es ihm denn auch leicht, Gerüchte zu streuen und für böses Blut zu sorgen. Zum Glück hat aber im Himmel ein junger Engel noch keine Flügel und muss sie sich mit einer himmlischen Tat verdienen. Es ist ein herrliches Vergnügen, dabei zuzusehen, wie um Hörner und Flügel gekämpft wird und die Hochzeitsgesellschaft dabei immer konfuser wird.

Mary Kündig hat dem Stück charmanten Lokalkolorit verpasst. Weggis und sein Dorfleben kommen einige Male zur Sprache. Und wer genau schaut, entdeckt im hübschen Bühnenbild einen Wegweiser auf die Rigi.

Premiere am 19. Januar um 17 Uhr. Weitere Daten: 20., 25., 26., 27. Januar und 2., 3. Februar. Pfarreizentrum Weggis. Reservation unter: www.theater-weggis.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.