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THEATER: Zahlen oder heiraten ist hier die Frage

Eingefleischte Junggesellen sollen in der Komödie des Theaters Schlierbach mit einer List zum Heiraten gebracht werden. Das sorgt für viele Turbulenzen.
Daniela Kaufmann und Xaver Arnold als Geschwister Amacher im Stück «D Junggselle-Stüür». Bild: Yvonne Imbach (Schlierbach, 17. November 2016)

Daniela Kaufmann und Xaver Arnold als Geschwister Amacher im Stück «D Junggselle-Stüür». Bild: Yvonne Imbach (Schlierbach, 17. November 2016)

Briefträger Wipf (Jörg Weltert) überbringt Bauer Jakob Amacher (Xaver Arnold) und seinen Freunden Heiri Tobler (Leo Stocker) und Gottfried Stünzi (Hubi Stocker) eine Hiobsbotschaft. Ein Gesetz soll eine Steuer beschliessen, wonach alle Junggesellen 20 Prozent ihres Einkommens an den Fiskus abgeben müssen. Aus der Sache raus kommt nur, wer bezeugen kann, sich beim weib­lichen Geschlecht mindestens drei Absagen geholt zu haben.

Mit Schaukelpferd und blonden Locken

Für die Freunde ist klar: Bezahlt wird nicht, es müssen also «Körbe» bei den unverheirateten Frauen im Dorf gesammelt werden. Dies erscheint ihnen nicht allzu schwer, ist die eine doch Jakobs Schwester Berta (Daniela Kaufmann), die mehr Haare auf den Zähnen als auf dem Kopf hat und nicht am «Mannevolch» interessiert ist. Meieli (Jacqueline Troxler) hat sich eh schon einen Bräutigam ausgesucht, und die Chrämerbabe Babette (Judith Erni) ist eine Landstreicherin, die sicher nicht sesshaft werden will.

Alternativ kann man sich von der Steuer befreien lassen, wer für verrückt erklärt wird. Stünzi setzt auf den Blödheitsfaktor und sorgt mit seinen Auftritten auf dem Schaukelpferd und mit blonden Locken für viel Heiterkeit.

Der Schwank «D Junggselle- Stüür» von Walter Kalkus wurde vom Theater Schlierbach in jener Zeit belassen, als der Briefträger tatsächlich noch das «News­portal» darstellte und Frauen dar­auf angewiesen waren, sich zu verheiraten. Die Zeitreise von rund 100 Jahren ist der Bühnenmannschaft sowie den Verantwortlichen in Maske und Kostümen ausgezeichnet gelungen. Das Theater Schlierbach zeigt mit diesem herrlichen Stück seine 40. Produktion und ist stolz, dass vier Gründungsmitglieder noch aktiv im Verein sind. Regisseurin Sandra Zurkirchen: «Wir wollen auch nach 40 Jahren gutes Theater bieten und haben Freude, ein Generationenverein zu sein.»

Premiere heute um 20.15 Uhr. 20. November um 13.30 Uhr. 22., 25. und 26. November jeweils um 20.15 Uhr. Mehrzweckanlage Schlierbach. Reservation: Telefon 041 933 26 09 (19 bis 20.30 Uhr).

Yvonne Imbach

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