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Theaterlüüt Greppen: Wenn das Gedächtnis Pause macht

Alois Waldis ist gleich doppelt gefordert – als Regisseur und als Chefarzt, der sich grosse Sorgen macht.
Monika van de Giessen
Alois Waldis (links), Regisseur und zugleich in der Rolle des Chefarztes Dr. Berner mit seinem Patient Alfred Hediger, gespielt von Pidi Morf. (Bild: Monika van de Giessen, 6. November 2018)

Alois Waldis (links), Regisseur und zugleich in der Rolle des Chefarztes Dr. Berner mit seinem Patient Alfred Hediger, gespielt von Pidi Morf. (Bild: Monika van de Giessen, 6. November 2018)

Alois Waldis hat eine klassische Bühnenkarriere hinter sich: Nach dem Start als Materialwart und Kassier ist er seit 2010 Präsident der Theaterlüüt Greppen. Zudem führt er seit zehn Jahren erfolgreich Regie. Als grösste Herausforderung bezeichnet der Grepper die Doppelbelastung als Regisseur und als Darsteller im neusten Stück «Filmriss», mit dem die Theaterlüüt am 9. November Premiere feiern. Darin spielt Alois Waldis Dr. Berner, Chefarzt im Spital Bruchfeld.

In der Originalfassung ist der Arzt eine Ärztin. «Da wir zu wenig weibliche Darstellerinnen hatten, musste ich diese Lücke füllen und den Arzt spielen», erklärt Waldis. Die Geschichte des Stücks «Filmriss» sprengt so ziemlich alles, was man unter einem geregelten Aufenthalt in einem Spital versteht. Der Dreiakter ist an Turbulenzen kaum zu überbieten. Ein Kracher folgt auf den nächsten. Und mittendrin ein aussergewöhnlicher Fall, der Dr. Berner grosse Sorgen macht. Patient Alfred Hediger (Pidi Morf) leidet seit einem Unfall an einer eher seltenen Form von Gedächtnisschwund. Immer wenn er aufwacht, hält er sich für eine andere Person. Das äussert sich darin, dass dieser als Winnetou durch das Zimmer rennt, glaubt er sei Dieter Bohlen, Benjamin Blümchen, Einstein oder Göla. Zum Schreien ist die Nummer mit alt Bundesrat Adolf Ogi in seiner legendären Neujahrsansprache vor dem Nordportal des Lötschbergtunnels.

Enorme Bühnenpräsenz dank Mimik und Komik

Pidi Morf fällt mit einer umwerfenden Mimik und Komik und einer enormen Bühnenpräsenz auf. Das Gleiche gilt für seinen Zimmerkollegen Felix Besentanz, gespielt von Lukas Pfrunder. Zu diesem Duo gesellt sich Mitpatient Kurt Klopfer (Nicola Wicki), dem die Arme und Hände im wahrsten Sinne des Wortes (ein)gebunden sind. Veronika Velacka erlebt als Oberschwester Lisa ihre Feuertaufe. Die gebürtige Tschechin wohnt seit einem Jahr in Greppen und sagt: «Das Mitwirken in einem Theater ist eine gute Gelegenheit, die Bevölkerung kennen zu lernen.»

Hinweis: Premiere: 9. November, 20 Uhr; 10 . November, 14 Uhr (Kinderaufführung gratis) sowie 20 Uhr; 11. November, 14 Uhr. Eintritt 15 Franken. Jeweils Turnhalle Schulhaus Greppen. Tickets: vorverkauf.theaterlueuet@bluewin.ch; Samstagabend und Sonntag spielt die Jugendmusik der Seegemeinden. www.theaterlüüt.ch

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