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Theo Schnider soll Bergbahnen Sörenberg in die Zukunft führen

Rochade bei den Bergbahnen Sörenberg: Der Direktor der Unesco-Biosphäre Entlebuch, Theo Schnider, soll die Nachfolge von Fredy Portmann als Verwaltungsratspräsident antreten. Gleichzeitig kündigt die Biosphäre eine Reorganisation an.
Marc Benedetti
Blick in die Talschaft Entlebuch (Bild: PD)

Blick in die Talschaft Entlebuch (Bild: PD)

«Es ist der Wunsch des Verwaltungsrats der Bergbahnen Sörenberg AG, dass in dieser schwierigen Phase der Bergbahnunternehmung der einheimische Tourismusfachmann und Direktor der UNESCO Biosphäre Entlebuch, Theo Schnider, das Verwaltungsratspräsidium übernimmt.» Das teilten nicht etwa die Bergbahnen, sondern die UNESCO Biosphäre Entlebuch (UBE) am Freitag in einem Communiqué mit. Theo Schnider stelle sich «nach intensiver Analyse und vielen Gesprächen» zur Wahl.

Theo Schnider, Direktor der Unesco-Biosphäre Entlebuch. (Bild: PD)

Theo Schnider, Direktor der Unesco-Biosphäre Entlebuch. (Bild: PD)

Doch wer was mitteilt, ist in diesem Fall einerlei; im Entlebuch ist vieles verhängt. Tho Schnider ist nicht nur Direktor der Biosphäre Entlebuch, sondern auch Verwaltungsrat der Bergbahnen Sörenberg AG und in dieser Funktion für die Kommunikation zuständig. In der letzten Medienmitteilung der Bergbahnen vom Juni 2018 kündigte er den Rücktritt des langjährigen VR-Präsidenten Fredy Portmann auf die Generalversammlung vom 15. Juni an. «Zu diesem Entscheid führten unterschiedliche Auffassungen im Verwaltungsrat hinsichtlich der Investitionspolitik», hiess es in der Mitteilung vielsagend.

Schnider reduziert sein Pensum bei der Biosphäre

Nun wird also Portmanns Nachfolger gekürt. Und es gibt offenbar nur einen (Wunsch-)Kandidaten. Verliert die Unesco-Biosphäre Entlebuch damit bald ihren langjährigen Direktor? Nur teilweise, betont Fritz Lötscher, Präsident des Gemeindeverbands UBE und Gemeindepräsident von Escholzmatt-Marbach auf Anfrage. «Wenn Theo Schnider gewählt wird, reduziert er sein Arbeitspensum bei uns.» Um wie viele Stellenprozent, steht noch nicht fest.

Fredy Portmann ist Inhaber eines Treuhandbüros – und damit sicher ein Zahlenmensch. Zur Qualifikation Theo Schniders meint Lötscher, dieser habe 15 Jahre den Tourismus Sörenbergs geleitet und stamme von dort. «Dadurch, dass er Tourismusdirektor war, kennt er die Ausgangslage der Bergbahnen gut. Er hat einen guten Draht zur Bevölkerung und zu den Tourismusverantwortlichen.»

Theo Schnider sagt zu seiner Motivation für die Kandidatur: «Das Wohlergehen eines der bedeutendsten Wirtschaftsunternehmen der Region und darüber hinaus, ist mir persönlich, aber auch der ganzen Biosphäre, sehr wichtig.»

Wie weiter nach der «Ära Schnider»?

Die UBE kündigte in ihrer Mitteilung ebenso einen vorgezogenen «Reorganisationsprozess» an. Der 61-jährige Schnider wäre in vier Jahren ohnehin pensioniert worden. «Nun ziehen wir die Reorganisation vor, um gewisse Aufgaben auf andere Leute zu übertragen», sagt Fritz Lötscher.

Die Kandidatur Schniders als VR-Präsident der Bergbahnen könne damit auch «zu einer Chance für die erfolgreiche Weiterführung der UBE nach der Ära Schnider werden». Schnider leitet die Biosphäre schon fast seit 20 Jahren. «Theo Schnider repräsentiert und prägt die UBE. Nach so einer langen Zeit darf man sich schon mal fragen, ob wir noch richtig organisiert sind», führt Lötscher aus.

Der heutige Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Sörenberg, Fredy Portmann, teilte unserer Zeitung mit, dass er sich vor der Generalversammlung nicht äussert.

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