Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Theologie-Absolventin der Uni Luzern: «Die Arbeit ist sehr erfüllend»

Vanessa Furrer (27) hat ihr Theologiestudium mit dem Master abgeschlossen. Ob ein Händedruck mit dem Papst oder ein religiöser Dialog im Taxi – ihr beruflicher Weg hält immer wieder Überraschungen bereit.
Stephan Santschi
Hat sich schon als Kind für Religion interessiert: Vanessa Furrer. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 25. Oktober 2018)

Hat sich schon als Kind für Religion interessiert: Vanessa Furrer. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 25. Oktober 2018)

Gestern, in Hörsaal 9 der Universität Luzern, wurde gefeiert. Die Absolventen der Theologischen Fakultät nahmen ihre Diplome und Urkunden entgegen, darunter auch Vanessa Furrer, die ihr Masterstudium beendet hat. Fünf Jahre dauerte ihre Ausbildung, der Entschluss dazu reifte in ihrem Hinterkopf aber schon viel früher. «Theologie studiert man nicht einfach aus einer Laune heraus», sagt die 27-jährige Aargauerin aus Unterentfelden. «Meistens ist ein tiefer Hintergrund vorhanden.»

Bei ihr steht am Anfang ihre Grossmutter, die sehr religiös war und sich immer darüber freute, wenn ihre Enkelkinder mit in die Kirche kamen. Inspiriert durch ihre ältere Schwester fand Furrer zum Ministrieren, über ein Jahrzehnt stellte sie sich daraufhin für Freiwilligenarbeit in der Pfarrei zu Verfügung.

Als sie sich dann in einem siebenmonatigen Praktikum ganz konkret mit dem pastoralen Alltag beschäftigte, stand für sie fest: Das mach ich, dafür möchte ich mich einsetzen. «Vom Kleinkind bis zur Seniorin begleitet man eine Vielfalt von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Das ist sehr erfüllend.»

Vielfältiger Mix bei den Mitstudenten

Ebenso vielfältig wie ihre Kontakte in der Pfarrei waren auch die Mitstudenten während der Ausbildung. «Von jenen, die frisch von der Matura kamen, bis zu 60- und 70-Jährigen war alles dabei. Die Gruppe war völlig durchmischt, eine tolle Gemeinschaft», erzählt Vanessa Furrer. Jedes Fach sei dabei sehr spannend gewesen, herausheben möchte sie keines. Und doch gibt es dieses eine besondere Erlebnis, das sie wohl nicht mehr vergessen wird. Schauplatz war nicht die Universität in Luzern, sondern der Petersplatz in Rom. Vor drei Jahren nahm Furrer an der internationalen Ministrantenwallfahrt teil. Nach der Andacht schüttelte Papst Franziskus ein paar Hände, darunter auch jene von Vanessa Furrer. «Wir haben nicht viel geredet, ich habe ihm nur kurz gedankt.»

Dabei muss es nicht unbedingt gleich das Zentrum der römisch-katholischen Kirche sein, auf ihrem beruflichen Weg ergeben sich manchmal auch an überraschenden Orten religiöse Dialoge. «Einmal war ich auf dem Heimweg vom Ausgang, der letzte Zug war schon weg. Ich nahm deshalb ein Taxi. Der Fahrer war ein Muslim und es entwickelte sich zufällig und in kurzer Zeit ein tolles, wohlwollendes und nicht abgrenzendes Gespräch über den Glauben.»

Leere Gottesdienste frustrieren sie nicht

Wer oder was Gott für sie bedeute, diese Frage habe sie noch nicht abschliessend beantworten können – das werde sie wohl auch nie. «Es geht darum, die kleinen Zeichen zu erkennen, die einem den eigenen Weg aufzeigen und diesen zu vertrauen.»

Aktuell besucht sie das Nachdiplomstudium Berufseinführung im Bistum Basel und arbeitet als Pastoralassistentin im Pastoralraum Brugg-Windisch. Furrer, die in ihrer Freizeit gerne klettert, tendiert nicht zum Frust, wie es mittlerweile viele täten, wenn ein Gottesdienst wieder einmal nur spärlich gefüllt sei. «Lieber möchte ich die Leute in meine Arbeit einbeziehen. Ich bin offen für Anpassungen und Veränderungen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.