THEOLOGIE: Uni Luzern soll Bande mit Kirche lockern

Die Vereinbarung zwischen der Uni und dem Bistum Basel soll nicht mehr gesetzlich geregelt sein. Das schlägt die Kantonsratskommission vor. Ein Theologieprofessor warnt vor einem Tabubruch.

Luzia Mattmann
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Das Uni-Gebäude in der Stadt Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Das Uni-Gebäude in der Stadt Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Im revidierten Universitätsgesetz soll nicht mehr festgeschrieben sein, welche Fakultäten die Universität Luzern besitzt. Dies schlägt die Erziehungs- und Bildungskommission des Kantonsrats vor. Auch die bestehende Kooperation zwischen der Theologischen Fakultät und dem Bistum Basel soll nicht mehr explizit im Gesetz erwähnt sein. Adrian Loretan, Theologieprofessor an der Uni Luzern, findet dies bedenklich. «Ich fände es ein sehr schlechtes Signal, wenn man die Klausel über die Zusammenarbeit mit dem Bischof von Basel aus dem Gesetz streichen würde», sagt er. Auch dass die Fakultäten nicht mehr explizit im Gesetz genannt werden sollten, findet er besorgniserregend.

»Unis sind keine Windfahnen»

Kommissionspräsident Rolf Bossart (SVP, Schenkon) sagt, man wolle dass die Uni flexibel bleibe, um «weiter im Markt gewünschte Angebote bereitstellen zu können.» Dem hält Adrian Loretan entgegen: «Universitäten sind keine flexiblen Windfahnen im Zeitgeist.»