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Theologieprofessor Mark muss die Uni Luzern verlassen

Ende August räumte der entlassene Theologieprofessor Martin Mark sein Büro in der Universität Luzern. Inzwischen hat das Kantonsgericht Luzern entschieden, seine Freistellung nicht mehr länger zu sistieren. Mark wirft dem zuständigen Richter einen Interessenkonflikt vor.
Simon Mathis
Hat sein Büro an der Uni Luzern geräumt: Martin Mark (Bild: PD)

Hat sein Büro an der Uni Luzern geräumt: Martin Mark (Bild: PD)

Der Theologieprofessor Martin Mark kämpft vor Gericht gegen seine Entlassung. Zur Erinnerung: Die Universität hatte das Anstellungsverhältnis per Ende Januar 2019 gekündigt und Mark per Ende Juli 2018 freigestellt. Das Luzerner Kantonsgericht hatte seine Freistellung allerdings «superprovisorisch» bis Ende August hinausgeschoben.

Nun hat Mark eine rechtliche Niederlage eingesteckt: Sein Antrag, den Zeitpunkt für die Freistellung weiter hinauszuschieben, hat das Kantonsgericht abgelehnt. Der Alttestamentler musste sein Büro an der Uni räumen – geschehen ist das bereits Ende August. «Martin Mark hat keinen Arbeitsplatz mehr bei der Universität und nimmt keine Verpflichtungen in der Lehre wahr», bestätigt Lukas Portmann, Mediensprecher der Universität.

Mark wehrt sich zudem gegen die Verantwortungen beim Gericht. Und zwar mit einem brisanten Argument: Der verantwortliche Richter sei befangen, da er an der Universität Luzern unterrichte. Das sagte Mark gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz». Der Richter arbeite seit Jahren für die Uni und könne nicht unabhängig urteilen. Mark fordert, der Richter müsse in den Ausstand treten.

Ein endgültiges Urteil des Kantonsgerichts steht noch aus. Es muss darüber befinden, ob die Freistellung Marks rechtmässig erfolgte. Wann der Beschluss fällt, ist gegenwärtig nicht bekannt. Zum laufenden Verfahren nehme das Kantonsgericht keine Stellung, sagt Generalsekretärin Barbara Koch.

Kantonsrat sieht keine Dringlichkeit

Auch die Politik beschäftigt sich mit dem Fall Martin Mark. Anfang August reichte Kantonsrat Urban Frye (Grüne, Luzern) eine dringliche Anfrage zur Entlassung Marks ein. Frye forderte bei der Regierung Antworten über die Umstände der kontroversen Freistellung.

Am Montag beurteilte das Luzerner Kantonsparlament das Geschäft jedoch als nicht dringlich. Er lehnte die sofortige Behandlung mit 61 Nein-Stimmen, 50 Ja-Stimmen und einer Enthaltung ab. Eine Dringlichkeit sahen vor allem Vertreter der SVP, der SP und der Grünen. Gegen die Dringlichkeit sprachen sich CVP, FDP und GLP aus.

Gründe für Entlassung weiterhin unbekannt

Martin Mark äussert sich auf Anfrage nicht zu den jüngsten Ereignissen. Die genauen Gründe für die Entlassung sind bisher nicht bekannt – die Universität gibt sich weiterhin bedeckt. Offiziell soll das Vertrauensverhältnis gefehlt haben. Mark selbst sagt, er habe in einem ausführlichen Bericht auf administrative und finanzielle Missstände an der Theologischen Fakultät hingewiesen. Deswegen habe man ihn als Dekan «abgesetzt» und ihm schliesslich gekündigt.

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