Interview

Thomas Roos will Gemeindepräsident von Altishofen werden und sagt: «Mehrbelastung wäre zu stemmen»

Im Januar 2020 kommt es zum Zusammenschluss von Altishofen und Ebersecken. Der Ebersecker Gemeindepräsident Thomas Roos (39) will die künftige Gemeinde führen – und so einen guten Mix sicherstellen.

Ernesto Piazza
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Thomas Roos (Gemeindepräsident Ebersecken, links im Bild) und Urs Kaufmann (Gemeindepräsident Altishofen) nach der geglückten Abstimmung zum Zusammenschluss beim Schloss Altishofen. (Bild: Pius Amrein, 23. September 2018)

Thomas Roos (Gemeindepräsident Ebersecken, links im Bild) und Urs Kaufmann (Gemeindepräsident Altishofen) nach der geglückten Abstimmung zum Zusammenschluss beim Schloss Altishofen. (Bild: Pius Amrein, 23. September 2018)

Per 1. Januar 2020 fusionieren Altishofen und Ebersecken. Am 22. September 2019 finden die vorgezogenen Gemeinderatswahlen für eine verlängerte Amtszeit bis 31. August 2024 statt. Am Donnerstag wurde nun bekannt, dass sich in Altishofen die drei CVP-Exekutivmitglieder Josef Szalai (Finanzen), Simon Schwizer (Bildung) und Stefan Meier (Bau und Infrastruktur) sowie die FDP-Frau Esther Kipfer (Soziales) erneut zur Verfügung stellen. Gemeindepräsident Urs Kaufmann (CVP) dagegen tritt nicht mehr an.

Beim Dreierrat in Ebersecken verzichten Hans Steinmann (CVP) und Emma Erni (FDP) auf eine Kandidatur. Thomas Roos (39, CVP) will Gemeindepräsident der vereinigten Gemeinde Altishofen werden.

Thomas Roos, warum kandidieren Sie für dieses Amt?

Für mich ist dieser Schritt eine Herzensangelegenheit. Die beiden Räte haben während den Fusionsverhandlungen so gut zusammengearbeitet, dass ich Teil der neuen Lösung sein möchte. Und Urs Kaufmann hat zu Gunsten dieser guten Variante seinen Sitz zur Verfügung gestellt. Der Zusammenschluss beinhaltet für Ebersecken zwar keine Sitzgarantie. Mir ist es aber ein Anliegen, dass wir einen guten Mix haben.

Und dieser Mix ist mit der Variante gegeben?

Davon bin ich überzeugt. Wir diskutierten in den vergangenen Monaten stets auf Augenhöhe, mit Respekt und Transparenz. Und ich kam mir – obwohl die Initiative des Zusammenschlusses von Ebersecken kam – nie als Bittsteller vor.

Erwarten Sie weitere Kandidaturen für diesen Sitz?

Das weiss man nie. Der Vorschlag liegt jetzt auf dem Tisch – auch bei den Parteien. Ich kann nur sagen: Über eine Wahl würde ich mich sehr freuen.

Einer aus dem Ortsteil Ebersecken soll also die Gemeinde Altishofen führen. Wie begegnen Sie – eine Wahl vorausgesetzt - dieser Aufgabe?

Ich würde sie mit viel Respekt angehen. Ich bin jedoch überzeugt, dass bereits eine gute Basis für eine künftige Zusammenarbeit vorhanden ist. Zudem kenne ich viele Altishofer, ging mit einigen von ihnen die Oberstufe in Nebikon, habe auch einige Jahre in Altishofen gewohnt. Dazu bin ich seit 2012 Gemeindepräsident in Ebersecken. Daher würde ich auch versuchen, meine politische Erfahrung einzubringen.

Sie führen in Uffikon einen eigenen Betrieb. Das neue Amt als Gemeindepräsident von Altishofen würde Sie zeitlich mehr beanspruchen. Wie wollen sie das schaffen?

Ich habe die Situation im Vorfeld im Betrieb besprochen. Ab diesem Jahr ist Silvan Arnold stellvertretender Geschäftsführer. Die zeitliche Mehrbelastung wäre zu stemmen. Ich habe ein gutes Team. Zudem ist sich dieses ja bereits heute gewohnt, dass ich politische Termine wahrnehme.

Auf was müssen sich die Altishofer einstellen, wenn Thomas Roos künftig die Gemeinde führt?

Ich bin sicherlich ein konsensfähiger Mensch, der versucht tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Mir ist auch sehr wichtig, zielorientiert zu handeln. Des Weiteren liegt mir das Gemeinwohl am Herzen. In diesem speziellen Fall – mit dem Zusammenschluss der beiden Kommunen Altishofen und Ebersecken – hat dieser Aspekt für mich einen hohen Stellenwert.