Tiefbahnhof: Bund macht Hoffnung

Das Bundesamt für Verkehr verspricht: Wenn Luzern 700 Millionen Franken lockermacht, könnte der Tiefbahnhof schon vor dem Jahr 2040 gebaut werden.

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«Die 600 Millionen für den Rotsee könnte man auch für den Tiefbahnhof einsetzen.» Peter Füglistaler, Direktor Bundesamt für Verkehr. Blick auf das Bahntrasse beim Rotsee. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

«Die 600 Millionen für den Rotsee könnte man auch für den Tiefbahnhof einsetzen.» Peter Füglistaler, Direktor Bundesamt für Verkehr. Blick auf das Bahntrasse beim Rotsee. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamts für Verkehr, macht überraschend klare Aussagen zum Tiefbahnhof. Zwar favorisiert der Bund nach wie vor den raschen Doppelspurausbau am Rotsee (Kostenpunkt: 600 Millionen Franken) gegenüber dem 1,3 Milliarden teuren Tiefbahnhof. Doch gleichzeitig sagt Füglistaler gegenüber unserer Zeitung: «Die 600 Millionen für den Rotsee könnte man auch für den Tiefbahnhof Luzern einsetzen, sofern jemand die Differenz – also 700 Millionen – zahlt. Wenn man für diesen Betrag einen Sponsor findet, dann kann man darüber sprechen, den Tiefbahnhof früher zu realisieren.»

Konkrete Verhandlungen zwischen Kanton und Bund gibt es noch keine. Im Moment läuft schweizweit die Vernehmlassung zu neuen Bahnprojekten und deren Finanzierung. «Die Kantone haben bis Anfang Juli die Möglichkeit, auf unsere Vorschläge zu reagieren», sagt der Direktor des Bundesamts für Verkehr.

Die Luzerner Regierung will sich gegenüber unserer Zeitung derzeit nicht äussern. Denn ihre Stellungnahme zur Vernehmlassung des Bundes sowie zu Füglistalers Aussagen sei derzeit noch in Arbeit, verlautete aus dem Luzerner Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement. Die Antwort wird für die kommenden Wochen erwartet.

Thomas Oswald

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.