TIEFE STIMMBETEILIGUNG: Mehr Beteiligung bei weniger Abstimmungen

Am Sonntag ist die Stimmbeteiligung im Kanton Luzern auf 24 Prozent abgestürzt. Politiker sind alarmiert.

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Politologe Georg Lutz: «Es sollen weniger Geschäfte an die Urne gelangen.» (Bild pd)

Politologe Georg Lutz: «Es sollen weniger Geschäfte an die Urne gelangen.» (Bild pd)

Zu den vier Vorlagen vom Sonntag hat nur ein Viertel der Luzerner Stimmbürger seine Stimme abgegeben. Bei vielen Politikern läuten nun die Alarmglocken: «Die Politik erreicht den Bürger immer weniger», warnt JSVP-Präsident Anian Liebrand. SP-Präsidentin Felicitas Zopfi hält es für bedenklich, «wenn sich eine Mehrheit von einer Minderheit bestimmen lässt».

Abstimmungsforscher und Politologe Georg Lutz fordert im Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung weniger Volksabstimmungen: «Man muss versuchen, die Abstimmungsagenda zu entlasten. Man könnte in der Tendenz mehr Geschäfte dem fakultativen Referendum unterstellen. Unbestrittene Geschäfte gelangen so gar nicht mehr an die Urne.»

Den Grund der tiefen Beteiligung sieht Lutz im Desinteresse an den Vorlagen: «Die Leute stimmen nicht ab, weil sie Wichtigeres zu tun haben oder weil sie sich nicht mit den Vorlagen auseinandergesetzt haben.»

Thomas Oswald

Das ausführliche Interview lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.