TIERE: Auch Schwäne sollen nicht mehr gefüttert werden

In der Stadt Luzern sollen nicht nur Tauben, sondern auch Schwäne nicht mehr gefüttert werden. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass das Füttern auch bei Schwänen negative Folgen haben kann.

Drucken
Teilen
So nicht: Eine Touristin füttert Schwäne am Schweizerhofquai. Laut Stadt Luzern hat das Füttern von Schwänen negative Folgen. Sie halten sich oft an heiklen Orten auf. (Archivbild Manuela Jans / Neue LZ)

So nicht: Eine Touristin füttert Schwäne am Schweizerhofquai. Laut Stadt Luzern hat das Füttern von Schwänen negative Folgen. Sie halten sich oft an heiklen Orten auf. (Archivbild Manuela Jans / Neue LZ)

Bereits mehrmals hatte die Stadt Luzern in den vergangenen Jahren auf Plakaten aufmerksam gemacht, dass Tauben nicht gefüttert werden sollen. Das gut gemeinte Füttern sei falsch verstandene Tierliebe, teilte die Stadt am Montag mit. Auch bei Schwänen.

Denn grundsätzlich würden Schwäne und Tauben selber genügend Nahrung finden, heisst es weiter. Sie seien nicht auf zusätzliches Futter angewiesen.

Zudem würden beispielsweise am Schwanenplatz Passanten die Tiere mit Futter vom Seeufer weg bis aufs Trottoir locken. Die Schwäne gelangten auf die Strasse und gefährdeten sich selber und den Verkehr.

Schwäne sind Einzelgänger, grosse Ansammlungen bedeuten für die Tiere Stress. Auf der Ufschötti oder im Lido könne die gehäufte Anzahl Schwäne auch zu heiklen Begegnungen mit Kindern führen, heisst es.

Bei den Tauben gelte: Weniger Futter, weniger Tauben, weniger Kot. Die geschätzten 2500 Luzerner Tauben produzieren 25 Tonnen Kot im Jahr. Dieser falle vor allem dort an, wo die Tiere brüten und schlafen. Also in erster Linie auf Gebäuden und Baudenkmälern. "Kostenintensive Reinigungen und hygienische Probleme sind die Konsequenz", heisst es.

Hinweis: Weitere Infos auf www.tauben.stadtluzern.ch

sda/rem

Das Plakat ruft dazu auf, Tauben und Schwäne nicht zu füttern. (Bild: Stadt Luzern, Design: Irène Haldimann)

Das Plakat ruft dazu auf, Tauben und Schwäne nicht zu füttern. (Bild: Stadt Luzern, Design: Irène Haldimann)