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Kommentar

Tierquäler hart bestrafen

Die Anzahl Strafverfahren gegen nachlässige Tierhalter ging im letzten Jahr stark zurück. Grosse Ausnahme ist der Kanton Luzern. Wer keinen Respekt gegenüber Tieren hat, muss dafür bestraft werden.
Flurina Valsecchi

Es sind Bilder, die niemand von uns sehen will. Zum Beispiel jene von einem Hof im Kanton Thurgau vor einem Jahr, wo ausgehungerte Pferde tot am Boden lagen. Oder die Nachricht vom vergangenen Dezember, als das Luzerner Veterinäramt auf einem Hof im Hinterland 31 Rinder beschlagnahmte. Viele von ihnen mussten geschlachtet oder eingeschläfert werden, so schlecht war ihr Zustand. Man fragt sich sogleich: Wie konnte es so weit kommen? Hätten die Behörden nicht schon viel früher einschreiten müssen?

Doch genügend Beweise gegen einen Tierquäler zu sammeln und den richtigen Zeitpunkt zum Zugriff zu finden, das ist nicht immer ganz so einfach. Und so können wir froh sein über die Nachricht, dass immer mehr Tierquäler verurteilt werden. Besonders deutlich in der Zentralschweiz sind die Zahlen aus Luzern, wo man 2017 ein Viertel mehr verurteilte Täter zählte als im Vorjahr. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Behörden das Thema ernst nehmen. Auch die Bevölkerung ist sensibilisiert, Vergehen werden offenbar häufiger gemeldet. Dennoch bleibt das ungute Gefühl: Wie hoch ist wohl die Dunkelziffer? Dabei geht es nicht nur um die grossen Vergehen wie die erwähnten Beispiele, sondern auch um jene vielen kleinen Fälle. Und jedes Mal ist das Wohl eines wehrlosen Tieres schmerzlich betroffen.

Angeklagte kommen meistens mit Bussen und Geldstrafen davon. Äusserst selten wird eine bedingte Freiheitsstrafe ausgesprochen. Es muss deshalb die kritische Frage diskutiert werden, welche Folgen eine Verurteilung für einen Tierquäler hat. Wer keinen Respekt gegenüber Tieren hat, muss dafür hart bestraft werden.

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