TIERSCHUTZ: Grafenort: Die Luchs-Tötung bleibt unbestraft

Der Grafenorter Landwirt, der im vergangenen Herbst einen Luchs erschlug, kommt nicht vor Gericht. Dies gab am Donnerstag der zuständige Untersuchungsrichter Alois Bissig bekannt.

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Ein Luchs, hier im Natur- und Tierpark Goldau. (Bild Werner Schelbert/Neue LZ)

Ein Luchs, hier im Natur- und Tierpark Goldau. (Bild Werner Schelbert/Neue LZ)

«Es ging um ein Abwägen von Rechtsgütern», begründet Bissig den Entscheid, das Strafverfahren gegen den Landwirten einzustellen. Der Bauer rechtfertigte die Tötung des geschützten Tiers damit, dass er im Dämmerlicht des Stalles seine Ziege vor dem Angriff schützen habe wollen. Zudem habe er gemeint, es handle sich um einen kleinen Fuchs. «Es galt nun zu entscheiden, ob der Bauer zum Schutze seiner Ziegen das andere Tier töten durfte».

Der ausschlaggebende Grund zugunsten des Bauern: Der vom Muttertier zurückgelassene abgemagerte Jungluchs (er wog etwa 2,4 Kilogramm) hätte ohnehin kaum Überlebenschancen gehabt. Dies ergab der Bericht des Experten vom Institut für Tierpathologie an der Universität Bern. Darum sei das Strafverfahren eingestellt worden.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.