TIERSCHUTZ: Standesinitiative gegen Schlachttiertransporte

Zur Schlacht bestimmte Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine sollen weiterhin nicht im Transit durch die Schweiz gekarrt werden. Die Luzerner Regierung hat am Montag dem Kantonsrat eine entsprechende Kantonsinitiative unterbreitet.

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(Symbolbild Keystone)

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Die Standesinitiative war vom Kantonsrat im letzten März per Motion gefordert worden. Hintergrund sind Befürchtungen, dass auf Druck der EU das geltende Verbot fallen könnte, Schlachtvieh auf der Strasse im Transit durch die Schweiz zu transportieren.

Begründet wird das Begehren damit, dass die bis zu 60 Stunden dauernden EU-weiten Transporte von lebenden Tieren tierquälerisch sei. Die Nutztiere müssten möglichst in der Nähe ihres Herkunftsgebietes geschlachtet werden.

Falle das Transportverbot, könnte der Lastwagenverkehr im Transitland Schweiz zunehmen, lautet eine weitere Befürchtung. Zudem könnten vermehrt Tierseuchen eingeschleppt werden.

Ähnliche Standesinitiativen sind auch von anderen Kantonen lanciert worden. Heisst der Kantonsrat die Standesinitiative gut, muss sie anschliessend von den eidgenössischen Räten behandelt werden.

sda