TIERZUCHT: Hühner sind die neuen Schweine

Im Kanton Luzern leben immer mehr Hühner. Die Nachfrage nach einheimischen Hühnerprodukten wäre jedoch noch um einiges grösser.

Florian Weingartner
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Über eine Million Hühner werden im Kanton Luzern gehalten – Tendenz steigend. Im Bild: Hennen auf einem Hof in Dagmersellen. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)

Über eine Million Hühner werden im Kanton Luzern gehalten – Tendenz steigend. Im Bild: Hennen auf einem Hof in Dagmersellen. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)

Auf fast jedem zehnten Betrieb im Kanton werden Hühner gehalten. Die Stückzahl des Federviehs hat in den letzten Jahren stark zugenommen. 2011 wurde ein Spitzenwert von rund 1,04 Millionen Hühnern verzeichnet. Diese Zunahme führt Franz Stadelmann von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa) auf eine generell gestiegene Nachfrage nach einheimischen Eier- und Geflügelprodukten zurück. Dabei gehört Luzern zu den Kantonen, die überdurchschnittlich viele Betriebe mit Hühnerhaltung aufweisen.

Nachfrage übersteigt Angebot

«Trotz dieser Zunahme gibt es noch immer eine gewisse Unterversorgung mit einheimischen Hühnerprodukten, was sicher auch mit dem Erfolg der Regionalproduktevermarktung zu tun hat», sagt Stadelmann.

Das Interesse unter den Luzerner Bauern an der Hühnerhaltung sei gross, sagt Fritz Birrer, beim Lawa für Baugesuche sowie in diesem Bereich insbesondere für die Themen Gewässerschutz, Ammoniak und Düngung zuständig. «Die Nachfrage unter den Landwirten ist sicher da», sagt Birrer. Jedoch sei es sehr schwierig für die Landwirte, die Voraussetzungen für eine Umstellung oder eine Aufstockung der Hühnerhaltung zu erfüllen.