TIGER-TEILERSATZ: Vorfreude auf Milliarden-Deal in Nidwalden

Kauft die Schweiz schwedische Kampfjets, winkt für die Pilatus-Werke ein lukratives Gegengeschäft. Der Nidwaldner Regierungsrat Odermatt frohlockt.

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Zwei Flieger des Typs PC-21. (Bild Pilatus Flugzeugwerke)

Zwei Flieger des Typs PC-21. (Bild Pilatus Flugzeugwerke)

«Für die Pilatus-Werke und die zahlreichen Zulieferfirmen in der Zentralschweiz wäre das ausgezeichnet», sagt Gerhard Odermatt. Die jüngsten Meldungen, wonach Schweden 50 PC-21-Trainingsflieger aus Stans bestellen will, zaubern dem Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor ein Lächeln ins Gesicht. Mit gutem Grund: Das Auftragsvolumen beträgt rund 1 Milliarde Franken. Der Deal ist aber in einen grösseren Zusammenhang eingebettet. Die schwedische Firma Saab ist einer von drei Kampfflugzeugbauern, die um den 2,2 Milliarden Franken schweren Auftrag für 22 Kampfjets buhlt, welche die Schweiz als Tiger-Teilersatz beschaffen will. Erhält Schweden mit dem Modell «Gripen» den Zuschlag, so würde es im Gegenzug seine veraltete Trainingsflotte mit Fliegern aus Stans aufpolieren.

Der Bundesrat wird erst Ende Jahr entscheiden, auf was für einen Typen er setzt. Im Rennen sind auch der französische Flieger «Rafale» und der Eurofighter, ein Produkt, an dem Deutschland, Grossbritannien, Italien und Spanien beteiligt sind. 

Kari Kälin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag im Inlandteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.