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Kolumne

Stadtwärts: Tippen, tippen, ausflippen

In der Stadtwärts-Kolumne schreibt Gabriela Jordan über die Tücken neuer Technologien.
Gabriela Jordan
Gabriela Jordan

Gabriela Jordan

Den ganzen Tag auf den Bildschirm im Büro starren und dann am Abend noch zig Chats auf dem Handy nachlesen? Nein danke. In meinem Umfeld bin ich deshalb nicht gerade fürs schnelle Antworten bekannt. Lieber rufe ich rasch an. Dass ich dafür schon als altbacken bezeichnet worden bin, ist mir herzlich egal.

Auch im Geschäftsalltag ist mir das mühsame Hin und Her mailen ein Graus. Wie effizienter ist meist doch ein kurzes Telefonat! Man kann mit der gewünschten Person direkt reden, Rückfragen stellen – und sich das aufwendige Tippen sparen. Von überflüssigen Floskeln wie «Sehr geehrte ...» und «Ich danke Ihnen im Voraus für ...» ganz zu schweigen.

Doch wie das Leben leider so ist. Auch diese Strategie birgt manchmal einiges an Frustpotenzial. Warteschleifen sind schon mal die Hölle. Langes Warten, unerträgliche Hintergrundmusik. Und wenn endlich jemand am anderen Ende der Leitung ist, hat man meistens schon völlig vergessen, warum man genau anruft.

Noch schlimmer ist, wenn man immer wieder weiterverbunden wird, und sein Anliegen ein zweites, drittes, viertes und sogar fünftes Mal schildern muss. So geschah es letztes Mal, als sich in unserem Grossraumbüro schon die Köpfe nach mir umdrehten. Fürs Protokoll: An einer Frühform von Demenz leide ich nicht.

E-Mail oder Telefon? Eine Wahl zwischen Pest und Cholera? An meiner ursprünglichen Überzeugung festhaltend, griff ich kürzlich dennoch zum Telefon. Am anderen Ende der Leitung hörte man sich mein Anliegen dann auch sehr bereitwillig an. Ganz zufrieden wollte ich schon fast auflegen – da sagte die Person: «Schicken Sie uns doch bitte noch ein E-Mail!»

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