Titelverteidiger ausgebremst: Der EVZ unterliegt gegen die Rapperswil-Jona Lakers klar mit 0:4

Der EV Zug verliert im Cup-Viertelfinal gegen Rapperswil gleich mit 0:4 und verpasst damit ein erstes Saisonziel.

Sven Aregger
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Danny Kristo (rechts) trifft an EVZ-Goalie Luca Hollenstein vorbei zum 4:0 der Lakers. (Bild: E. Leanza/Keystone, Rapperswil, 26. November 2019)

Danny Kristo (rechts) trifft an EVZ-Goalie Luca Hollenstein vorbei zum 4:0 der Lakers. (Bild: E. Leanza/Keystone, Rapperswil, 26. November 2019)

Im vergangenen Februar gelang dem EV Zug ein Befreiungsschlag nach 21 titellosen Jahren, die Zentralschweizer gewannen den Cupfinal bei den Rapperswil-Jona Lakers und stemmten im Konfettiregen den Pokal in die Höhe. Sie hatten lange auf diesen Tag gewartet, der Triumph war ein Meilenstein für die Organisation, die nach Erfolg dürstet.

Doch gestern, knapp zehn Monate später, machte sich bei den Zugern an gleicher Stätte Ernüchterung breit. Sie verloren den Viertelfinal gegen Rapperswil gleich mit 0:4, die Mission Titelverteidigung ist gescheitert. Der EV Zug, der in allen drei Wettbewerben um den Titel spielen wollte, verpasst damit ein erstes Saisonziel. «Die Enttäuschung ist gross», bilanzierte Sportchef Reto Kläy nach der Partie. «Wir waren nicht auf den Punkt bereit, das ist ärgerlich.»

Alle drei Saisonduelle gegen die Lakers verloren

Schon vor Ende des zweiten Drittels lag der bisweilen behäbig wirkende EVZ mit drei Toren zurück. Er hatte seine liebe Mühe mit den spritzigen, bis in die Haarspitzen motivierten Rapperswiler. In den ersten 40 Minuten traten die Zentralschweizer nur selten zwingend in Erscheinung. Als sie im dritten Abschnitt aufdrehten und vor allem in (doppelter) Überzahl zu Möglichkeiten kamen, scheiterten sie entweder an Lakers-Goalie Melvin Nyffeler oder an der Torumrandung. «Wir waren insgesamt zu wenig konsequent, zu wenig kompakt, zu wenig abgeklärt», monierte Kläy. «Das Resultat spricht für sich. Rapperswil hat clever gespielt, auch wenn zwei Tore etwas glücklich gefallen sind.» Beim 1:0 fälschte Juraj Simek einen Schuss mit dem Schlittschuh ab, der vierte Treffer war ein Eigentor von EVZ-Captain Raphael Diaz. Die favorisierten Zuger mussten in allen drei bisherigen Saisonduellen gegen Rapperswil als Verlierer vom Eis gehen, es ist eine wenig schmeichelhafte Bilanz.

Die Lakers hingegen revanchierten sich nicht nur für die Finalniederlage im Frühjahr, sie bewahren sich auch die Chance, den Wettbewerb nach 2018 zum zweiten Mal zu gewinnen. Womöglich liessen sie sich gegen Zug von ihrem Trainer Jeff Tomlinson inspirieren, der erstmals nach seiner Nierentransplantation von Ende Oktober wieder an der Bande stand. Im Halbfinal treffen sie am 15. Dezember zu Hause auf den HC Davos.

Rapperswil – Zug 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)

4044 Zuschauer. – SR Mollard/Tscherrig, Dreyfus/Obwegeser. – Tore: 16. Simek (Kristo) 1:0. 31. Simek (Kristo) 2:0. 39. Rowe (Clark, Cervenka/Ausschluss Klingberg) 3:0. 56. Kristo 4:0 (Eigentor Diaz). – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4-mal 2 Minuten gegen Zug. Rapperswil: Nyffeler; Egli, Randegger; Vukovic, Schmuckli; Hächler, Maier; Schneeberger, Gurtner; Clark, Cervenka, Forrer; Simek, Rowe, Kristo; Mosimann, Schlagenhauf, Wetter; Dünner, Ness, Rehak. Zug: Hollenstein; Stadler, Diaz; Schlumpf, Alatalo; Zryd, Zgraggen; Thiry; Martschini, Kovar, Hofmann; Klingberg, Lindberg, McIntyre; Simion, Leuenberger, Meyer; Langenegger, Albrecht, Zehnder.