Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Töfflikult: Wenn das Herz im 2-Takt schlägt

Rund 1200 Töfflibuebe und Töfflimeitli tuckerten am Samstag durch die Zentralschweiz. Mit dabei: Die notorisch nostalgischen «Kolbefrässer Grosswange». Besuch in der Werkstatt der Töffli-Gang, wo die hohe Kunst der alten «Sackgeldverdunsterli» zelebriert wird.
Ismail Osman
Los gehts: In Sarnen starteten am Samstag gegen 1200 Töfflifahrer zum Red Bull Alpenbrevet. Die rund 100 Kilometer lange Rundfahrt führte bis nach Sörenberg und zurück. (Bild: Romina Amato/Red Bull Content Pool, Sarnen, 21. Juli 2018)

Los gehts: In Sarnen starteten am Samstag gegen 1200 Töfflifahrer zum Red Bull Alpenbrevet. Die rund 100 Kilometer lange Rundfahrt führte bis nach Sörenberg und zurück. (Bild: Romina Amato/Red Bull Content Pool, Sarnen, 21. Juli 2018)

Nennen Sie es, wie Sie wollen: «Pfupf», «Hödi» oder einfach «Töffli». Die 22 Mitglieder der Kolbefrässer Grosswange nennen es Liebe. Anlässlich des Red Bull Alpenbrevet montierte die Töffli-Gang gestern ihre Kutten, zündeten die Sachs-Motoren und marodierten im 2-Takt durch die Zentralschweiz. Von Sarnen aus ging es Richtung Entlebuch bis nach Sörenberg und dann über den Glaubenberg wieder zurück nach Sarnen.

Früher ausrangiert, heute wieder heiss begehrt

«Mein erstes Töffli kriegte ich mit dreizehn vom Götti geschenkt. Ein ‹Puch X30 NL›. Verdammt! Wieso habe ich das je wieder weggegeben?» Damals, gegen Ende der Pubertät, wusste Dani Gräni (36) nicht, was für ein Wert sein Töffli später mal haben würde – emotional wie auch materiell. «Für so was bezahlt man heute 2500 bis 5000 Franken, wenn man überhaupt eines findet.» Die Szene, in der solche Preise für die Feuerstühle der Jugend der 60er- bis 90er-Jahre ­bezahlt werden, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.

«Kleine Beulen und Kratzer im Lack machen die Geschichte und den Charakter dieser Maschinen aus.»

Den Gram über das verlorene Puch weiss Gräni mit einem schnellen Blick auf seine Alpa Staco aus den 60er-Jahren zu lindern. Die Maschine steht ­exemplarisch für das oberste Gebot der Kolbefrässer: «Du sollst dein Töffli im Originalzustand bewahren.» Kolbefrässer Elmar Bättig erklärt: «Andere Gruppen modifizieren die Töffli und lackieren sie komplett neu. Das ist auch in Ordnung, wir versuchen unsere so weit wie möglich originalgetreu zu erhalten und zu pflegen. Kleine Beulen und Kratzer im Lack machen die Geschichte und den Charakter dieser Maschinen aus.»

Die Liebe dieser Töffli-Gang zu ihren Maschinen liegt auch im Detail. Dort entpuppen sich die alten Kisten als kleine technische Meisterwerke. Genaues Hinschauen lohnt sich.

Mehr Informationen zum Red Bull Alpenbrevet: www.redbull.com

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.