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Tötungsdelikt in Kriens: Es war Notwehr

In Kriens kam es im Januar 2009 an der Gallusstrasse zu einer tätlichen Ausseinandersetzung. Ein Mann aus dem Kosovo wurde dabei tödlich verletzt. Nun wurde das Strafverfahren gegen den hauptbeschuldigten Holländer wegen vorsätzlicher respektive fahrlässiger Tötung eingestellt.
Zahlreiche Kerzen und Blumen erinnerten im Januar 2009 an den verstorbenen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Zahlreiche Kerzen und Blumen erinnerten im Januar 2009 an den verstorbenen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 2. Januar 2009 um ca. 3 Uhr in Kriens. Zu der verbalen und später tätlichen Auseinandersetzung zwischen den zwei Ausländergruppen kam es in und vor einer Bäckerei an der Gallusstrasse. Dies nachdem drei Männer vom Verstorbenen und seinen Kollegen provoziert und angerempelt worden waren. Zwei Kollegen des Verstorbenen hatten zudem in der Bäckerei Diebstähle begangen, was die andere Gruppe bemerkte und der Verkäuferin meldete. Daher wurde diese Gruppe vom Verstorbenen und seinen Kollegen mit Mutterbeleidigungen wie «Ech feck dini Muetter, Huräsohn» oder ähnlichen Ausdrücken beschimpft.

Reflexartig zur Wehr gesetzt

Nachdem der Mann aus Holland vom 20-jährigen Mann aus Kosovo frontal mit einem Faustschlag attackiert wurde, hat sich der Holländer reflexartig zur Wehr gesetzt und aus Notwehr zurückgeschlagen. Nach dem Schlag an den Hals geriet der Angreifer ins Wanken, ging zu Boden und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Der Verstorbene war damals massiv alkoholisiert und stand unter Kokaineinfluss. Der Einstellungsentscheid der Strafverfolgungsbehörden wurde am 4 Januar vom Obergericht bestätigt, wie die Staatsanwaltschaft Luzern am Mittwoch mitteilte. Der Entscheid ist rechtskräftig.

Wegen Raufhandel verurteilt

Nach der Notwehrhandlung zog sich der Hauptbeschuldigte nicht zurück, sondern beteiligte sich in der Schlussphase der Auseinandersetzung aktiv am Geschehen. Der zuständige Staatsanwalt hat ihn daher wegen Raufhandels zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 60 Franken (bedingt) und einer Busse von 1'500 Franken verurteilt. Das Urteil ist ebenfalls rechtskräftig.

pd/zim

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