Tote Vögel bei Windrädern reduzieren

Greifvögel gehören zu den häufigsten Opfern von Windenergieanlagen. Eine neue Studie der Vogelwarte Sempach zeigt nun, dass sich die grossen Vögel seltener tödliche Verletzungen an Rotorblättern zuziehen, wenn Windräder in Windparks gruppiert werden.

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Rotmilane gehören zu den häufigsten Opfern an Windenergieanlagen. (Bild: PD / Christian Gelpke)

Rotmilane gehören zu den häufigsten Opfern an Windenergieanlagen. (Bild: PD / Christian Gelpke)

Um den Einfluss von Windrädern auf die Greifvogel-Population zu kennen, führte die Schweizerische Vogelwarte Sempach eine Computersimulation durch. Diese basiert auf einer Rotmilan- Population, die jährlich um fünf Prozent wächst, wie die Vogelwarte am Donnerstag mitteilte.

Da der Rotmilan nur in Europa brütet, und die Schweiz eines der wenigen Ländern ist, in denen sein Bestand zunimmt, trage sie eine internationale Verantwortung für die Erhaltung des Rotmilans, heisst es in der Mitteilung.

Nun zeigt die Studie: Werden Windräder in einem Windpark an einem Ort gruppiert aufgebaut, so wird das Wachstum der simulierten Rotmilan-Population nur wenig gebremst.

Ganz anders sieht es aus, wenn die selben Windräder einzeln aufgestellt und über eine grössere Fläche verteilt werden: In diesem Fall nahm die Rotmilan-Population sogar ab.

Die Schweizerische Vogelwarte schlägt deshalb in ihrer Studie vor, Windräder generell an möglichst wenigen Standorten aufzustellen. Und: Um zu beurteilen, inwiefern eine neue Anlage für eine Greifvogel-Population eine Gefährdung darstelle, erfordere es eine überregionale Planung bei neu zu bauenden Windrädern.

sda