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Tour de Lucerne: Schöne Aussichten im Hinterland

Wo genau das Hinterland beginnt, fragen sich die Pedaleure, während sie die Kilometer unter ihren Rädern abspulen. Auf dem Weg nach Willisau wartet ein Hotel, das aber nie eines war.
Urs-Ueli Schorno

Wir starten am Bahnhof Reiden, wo der Shop im Bahnhof uns Kaffee und Gipfeli beschert. Einige weniger trainierte Mitmenschen gönnen sich dort schon in der Früh das erste Bier. Damit warten wir noch. Auf uns wartet zunächst das Hinterland.

Doch wo genau beginnt dieses Hinterland? Wir versuchen, eine Grenze zu bestimmen. Wir rollen easy von Reiden nach Roggliswil. Sind wir schon da? Oder waren wir das schon in Pfaffnau? Schon befinden wir uns im folgenden Aufstieg über 240 Höhenmeter.

Glauben wir den kompetenten Kollegen des «Willisauer Boten», dann sind die beiden Exklaven der Gemeinde Grossdietwil – Eppenwil und Erpolingen – von dieser Seite her das Tor zum gelobten Hinterland. Also spätestens jetzt: Wir sind da. Am höchsten Punkt unserer Tour, beim Bellevue auf 731 Metern, bietet sich Gelegenheit für eine Pause.

Klaus, der Vorbote einer Leidensstrecke

Der Aussichtspunkt hiess früher Schartenhöhe, wurde dann aber mit dem Bahnbau zwischen 1874 und 1875 zu Bellevue unbenannt. Das damals im Bahnfieber erbaute Hotel stand noch bis Ende des 20. Jahrhunderts. Es wurde aber von Beginn an als Bauernhaus genutzt, weil das Bahnprojekt genau nach einem Jahr infolge einer Finanzkrise abgebrochen wurde.

Nach dieser kleinen Geschichtslektion wartet eine erfrischende Abfahrt, gefolgt von ersten hügeligen Vorboten des Napfgebietes. Dort werden wir im nächsten Abschnitt mental und physisch ernsthaft getestet. Doch im Städtli Willisau, wo wir uns in einer Beiz erfrischen, ahnen wir davon noch nichts. Wir treffen auf Klaus – so wollen wir ihn nennen. Klaus, der Deutsche, sucht unseren Kontakt. Er parliert von Radtouren, die gemessen an seinem Bierbauch schon lange her sind. Wir grinsen, denn wir fühlen uns noch fit genug für so was. Noch. Wir werden Klaus in einigen Stunden wieder sehen. Unerwartet. Und ziemlich ausgepumpt.

Hinweis: Die beiden Journalisten Urs-Ueli Schorno und Raphael Zemp sind entlang der Kantonsgrenzen mit ihren Velos auf die Tour de Lucerne gegangen. Sie präsentieren einzelne Streckenabschnitte. Alle Artikel finden Sie hier.

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