TOURISMUS: Bergbahnen exportieren ein Stück Rigi nach China

Auf der Rigi und dem Berg Emei in China werden zu Tourismuszwecken tonnenschwere Felsblöcke ausgetauscht. Am Dienstag hat der Abtransport eines Rigi-Nagelfluh-Steins nach China begonnen.

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Der chinesische Schwesterberg der Rigi steht in Sichuan: Er heisst Emei Shan. (Bild: pd)

Der chinesische Schwesterberg der Rigi steht in Sichuan: Er heisst Emei Shan. (Bild: pd)

Der chinesische Schwesterberg der Rigi steht in Sichuan: Er heisst Emei Shan. (Bild: pd)

Der chinesische Schwesterberg der Rigi steht in Sichuan: Er heisst Emei Shan. (Bild: pd)

Der Transport des rund drei Tonnen schweren Felsblocks startete vom Areal eines Steinmetzes in Root per Lastwagen nach Basel, wie die Rigi Bahnen AG am Dienstag mitteilte. Von der Schweizer Grenze wird er auf einem Schiff über Rotterdam nach Shanghai gebracht. Anfang September soll er auf dem Gipfel des Emei Shan in der Provinz Sichuan eintreffen.

Der Rigi-Stein ist 2,7 Meter lang, 1,4 Meter breit und 40 Zentimeter dick. Er wiegt knapp 3 Tonnen. Der Fels stammt aus der Region Bernerhöhe an der Rigi-Nordlehne bei Goldau.

Im Gegenzug soll im ersten Halbjahr 2015 ein leicht grösserer, nämlich acht Tonnen schwerer und 5,9 Kubikmeter grosser Basaltstein aus der Emei-Region auf Rigi Kulm installiert werden. Der Felsen soll Touristen als Fotomotiv dienen. Es ist geplant, den Emei Stein im Rahmen der Feierlichkeiten von «200 Jahre Gastfreundschaft Zentralschweiz» einzuweihen. Zur Einweihungs-Zeremonie wird eine chinesische Delegation zu Besuch kommen.

Der Steintausch solle ein für Besucher wahrnehmbares Symbol für die gute Partnerschaft zwischen den beiden Tourismusregionen sein, heisst es in der Mitteilung. Die Tourismusverantwortlichen der Rigi hoffen zudem auf einen Anstieg der chinesischen Gästezahlen am Vierwaldstättersee.

Emei Shan ähnelt der Rigi

Die Aktion kostet die Rigi Bahnen rund 20'000 Franken. Sie erhält dafür Sponsoringbeiträge. Das Platzieren des Chinesischen Basaltsteins auf der Rigi sei von den Umweltbehörden als unproblematisch eingestuft worden, sagte ein Sprecher der Rigi Bahnen auf Anfrage.

Die Rigi Bahnen sind seit 2004 auf dem chinesischen Markt aktiv. Seit 2009 besteht eine Partnerschaft der Rigi Bahnen mit den Tourismusverantwortlichen für den Emei Shan und das Gebiet Leshan.

Der 3099 Meter hohe Berg Emei ähnelt in der Silhouette stark der Rigi. Seine nebelbedeckten Gipfel ziehen jedes Jahr rund 2,5 Millionen Besucher aus dem In- und Ausland an. Auf der Bergspitze steht eine 48 Meter hohe goldene buddhistische Statue. Die Region gehört seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Emei Shan in China ist der Partnerberg der Rigi. (Bild: pd)

Emei Shan in China ist der Partnerberg der Rigi. (Bild: pd)

Die Rigi am Vierwaldstättersee ist 1797 Meter hoch. Auf der Bergspitze ragt ein 90 Meter hoher Sendemast in die Höhe. Die Rigi zählt jährlich über 620'000 Besucher.

sda

Roger Joss (Leiter Verkauf und Marketing, links) und Rigi-Bahn Direktor Peter Pfenniger beim Versand des Steins am Dienstag nach China. (Bild: PD)

Roger Joss (Leiter Verkauf und Marketing, links) und Rigi-Bahn Direktor Peter Pfenniger beim Versand des Steins am Dienstag nach China. (Bild: PD)